Philippinen: Entscheidung über Geiselschicksal steht offenbar bevor - DER SPIEGEL
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Philippinen Entscheidung über Geiselschicksal steht offenbar bevor

Die mit 20 anderen Geiseln auf der Insel Jolo festgehaltene Renate Wallert könnte vielleicht bald frei kommen. Einem Unterhändler zufolge beraten die Kidnapper derzeit über ihr weiteres Vorgehen. Zuvor hatten sie Helfern des Roten Kreuzes nicht gestattet, die schwer kranke Deutsche mitzunehmen.
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Jolo/Hamburg - "Sie haben sich noch nicht entschieden", sagte der libysche Unterhändler Rajab Assaruk am Mittwoch nach einem erfolglosen Treffen mit den Entführern. Die Verhandlungen würden am Donnerstag fortgesetzt. Eine ebenfalls erkrankte französische Geisel bleibe ebenfalls in der Gewalt der 300 Abu-Sayyaf-Rebellen.

Zuvor hatte ein Arzt gesagt, die Unterhändler und Helfer des Roten Kreuzes hätten die Geiseln nicht zu Gesicht bekommen, jedoch Medikamente für sie übergeben. Die Helfer hatten sich auf den Weg gemacht, um die 57-jährige Lehrerin aus Göttingen zu untersuchen. Die philippinische Regierung hat bereits ein Flugzeug bereitgestellt, mit dem Wallert ausgeflogen werden könnte.

Dabei war die Hoffnung auf eine Freilassung von Renate Wallert groß gewesen. Der Südostasien-Korrespondent des SPIEGEL hatte zuvor unter Berufung auf zuverlässige Quellen berichtet, die Rebellengruppe wolle die sehr geschwächte Deutsche und möglicherweise auch den ebenfalls kranken Franzosen Stéphane Loisy aus humanitären Gründen ohne Gegenleistung auf freien Fuß setzen. Der Asienbeauftragte der Bundesregierung, Cornelius Sommer, sagte gegenüber SPIEGEL ONLINE, er hege seit zwei bis drei Tagen die Hoffnung auf eine Freilassung von Frau Wallert.