Philippinen: Geiseln drohen mit Selbstmord - DER SPIEGEL
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Philippinen Geiseln drohen mit Selbstmord

Im Geiseldrama auf den Philippinen fordern die Entführer jetzt angeblich eine Million US-Dollar Lösegeld für jeden Gefangenen. In ihrer Verzweiflung sprechen die Geiseln von Selbstmord.
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Manila/Jolo - Die 21 Geiseln reagierten schockiert auf den Anmarsch mehrerer Schreiner, die ihnen zum Schutz vor Regen eine Holzhütte bauen sollten. Dies sei ein sehr schlechtes Zeichen, sagte die finnische Geisel Risto Vahanen. "Das bedeutet, dass wir längere Zeit hier sein werden." Die vermutlich im dritten Monat schwangere Südafrikanerin Monique Strydom drohte, ab der kommenden Woche nichts mehr zu essen. Auch Vahanen sprach von Selbstmord. "Wir möchten hier so schnell wie möglich herauskommen, und ich hoffe, das Mittel wird nicht Selbstmord sein", sagte er. "Dies ist eine dringende Warnung an die Regierung: Mental werden wir schwach." Und Monique Strydom warnte: "Wir halten das nicht mehr aus."

Neben den Schreinern entsandte die philippinische Regierung auch ein Ärzteteam zu den Geiseln, die derzeit unter zwei großen Planen im Dschungel leben. Mehrere Journalisten begleiteten Mediziner und Handwerker. Der Chefunterhändler der Regierung, Robert Aventajado, sagte, die Geiselnehmer verlangten die Erfüllung einer ihrer Forderungen als Zeichen des guten Willens vor einer zweiten Verhandlungsrunde.

Ein Kundschafter der Regierung in Manila berichtete, die Entführer fordern jetzt eine Million US-Dollar Lösegeld für jede Geisel. Chefunterhändler Aventajado wollte dies zunächst nicht bestätigen. Gleichzeitig sagte er jedoch, die Summe sei zu hoch.