Massensterben: Tote Fische auf den Philippinen
Philippinen Hunderte Tonnen Fisch verfaulen in See
Manila - Nach einem Rückgang des Sauerstoffgehalts sind im Taal-See bei Manila auf den Philippinen massenhaft Fische verendet. Seit Freitag verfaulten rund 750 Tonnen Fisch, teilte die Fischerei- und Wasserbehörde am Montag mit. Betroffen seien mehrere Städte, die wirtschaftlich stark vom Fischfang abhängig seien.
Vulkanologen schlossen aus, dass das Fischsterben auf die Aktivität des Taal-Vulkans in der Mitte des Sees zurückzuführen sei. Dieser brodelt seit mehr als einem Monat und zählt zu den gefährlichsten Vulkanen des Landes. Nach Angaben des Umweltministeriums war Sauerstoffmangel Ursache für den Tod der Tiere.
Bei den verendeten Fischen handelte es sich größtenteils um Zuchtfische, die in Käfigen entlang des Ufers gehalten wurden. "Die Fischer bringen sie eigenhändig mit ihren Booten ans Ufer", sagte die Bürgermeisterin von Talisay, Zenaida Mendoza. "Der faulige Gestank ist entsetzlich und könnte ein Gesundheitsrisiko darstellen", warnte sie. Gesundheitsbeamte seien im Einsatz, um die toten Fische zu entsorgen, so Mendoza, allerdings verfaulten noch immer große Mengen im Freien.
In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, der Sauerstoffmangel sei auf einen Temperatursturz im See zurückzuführen. Dies ist nicht korrekt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.