Philippinen Kämpfe zwischen Truppen und Geiselnehmern
Manila - Sowohl Militärsprecher als auch Kämpfer von Abu Sayyaf bestätigten die Kämpfe auf der Insel Basilan. Ein Sprecher der Gruppe berichtete einem örtlichen Rundfunksender über Telefon, zwei Geiseln seien bei dem Angriff von Kugeln getroffen worden. Er wiederholte die Drohung, alle Geiseln umzubringen.
Der Sprecher Abu Sabaya erklärte weiter, zusätzlich zu den 20 Geiseln aus der Ferienanlage auf der Iinsel Palawan seien zehn Fischer entführt worden. Zu den Gefechten sei es gekommen, als seine Gruppe einigen Geiseln erlaubt habe, in einem nahe gelegenen Fluss ein Bad zu nehmen. Soldaten hätten sie entdeckt und das Feuer eröffnet. Oberst Jovenal Narcise, Bataillonskommandeur im Süden von Basilan, bestätigte die Kämpfe. Er machte keine Angaben dazu, ob die Soldaten die Geiseln gesehen haben.
Sabaya ließ eine der Geiseln, Teresa Ganzon, ans Telefon. Sie sagte dem Rundfunksender RMN, die Entführten schwebten in Todesgefahr. "Wir appellieren an die Regierung, bitte halten Sie sich von militärischen Aktionen zurück." Im Hintergrund war Gewehrfeuer zu hören. Weiter sagte die Frau: "Wir sind bislang gut behandelt worden, aber dieses Zusammentreffen wird uns das Leben kosten. Es sind Kinder bei uns." Unter den Geiseln befinden sich drei Amerikaner, die anderen sind Philippiner.
Die philippinischen Streitkräfte hatten trotz der Morddrohungen der Entführer an ihrem Plan für eine gewaltsame Befreiungsaktion festgehalten. Nach Berichten über die Sichtung eines Boots mit Geiseln und Kidnappern hatten sie am Freitag in einem 100 Kilometer breiten Seegebiet eine Blockade errichtet. Einer der Kommandeure der Suchaktion, Brigadegeneral Romeo Dominguez, kündigte an, das Gefecht werde beginnen, sobald man die Entführer gefunden habe.