Philippinen: Mehr als 1000 Menschen tot oder vermisst - DER SPIEGEL
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Philippinen Mehr als 1000 Menschen tot oder vermisst

Die verheerenden Unwetter auf den Philippinen haben mehr Opfer gefordert als bislang angenommen. Ein Militärsprecher sagte, mehr als 1000 Menschen seien tot oder vermisst. Ein weiterer Sturm steuert bereits auf das Katastrophengebiet zu, Zehntausende sind auf der Flucht.
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Manila/Maragundon - "Nach den Berichten unserer Truppen vor Ort, gibt es 479 Tote und 560 Vermisste in den betroffenen drei Städten in der Provinz Quezon", sagte ein Militärsprecher. Bislang waren die Hilfskräfte von einer weitaus geringeren Opferzahl ausgegangen.

Das Unwetter war am Montagabend über den Nordosten des Landes hinweggezogen und hatte zahlreiche Erdrutsche ausgelöst. Insgesamt seien mehr als 170.000 Menschen von der Katastrophe betroffen, hieß es. Man könne nur wenig zum Schutz der Tausenden von Menschen tun, die durch den Sturm obdachlos geworden seien. Trinkwasser und Lebensmittel würden allmählich knapp. Die Regierung bat um internationale Hilfe.

Behördenangaben zufolge traf der neue Taifun "Nanmadol" die Ostküste der Insel mit heftigen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde. Viele Menschen versuchten, sich in höher gelegene Gebiete zu retten. Über Opfer oder Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Schulen und Regierungsbüros blieben vorsorglich geschlossen, Flüge wurden gestrichen.

Nach Ansicht des Klima-Experten Karsten Smid von der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind vor allem die Abholzung und der heftige Regen die Ursachen für die schweren Schäden. "Außerdem sind Armutsbekämpfungsprogramme erforderlich. Den Menschen muss Land zur Verfügung gestellt werden, damit sie ihre Hütten nicht in gefährdeten Regionen bauen", sagte Smid.