Philippinen: Mindestens 20 Menschen sterben bei Taifun - DER SPIEGEL
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Taifun "Conson": Zerstörung auf den Philippinen

Foto: DENNIS M. SABANGAN/ dpa

Philippinen Mindestens 20 Menschen sterben bei Taifun

Herumfliegende Gegenstände, umstürzende Bäume und Mauern: Ein Taifun hat auf den Philippinen mindestens 20 Menschen getötet und schwere Schäden angerichtet. Rund 60 Personen werden noch vermisst.
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Manila - Am Dienstagabend schlug der Taifun "Conson" auf den Philippinen auf und fegte mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern über die dicht besiedelte Insel Luzon hinweg. Dabei kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. Viele der Opfer wurden nach Behördenangaben vom Mittwoch von Bäumen, Mauern oder anderen Gegenständen erschlagen.

Mindestens 60 Menschen wurden nach Behördenangaben vermisst. Die nationale Katastrophenbehörde rechnete mit einem Anstieg der Todesfälle, da noch nicht alle Informationen zusammengetragen worden seien.

Die Todesfälle wurden aus sechs Provinzen auf der Hauptinsel Luzon gemeldet, auf der auch Manila liegt. Die Bewohner der Hauptstadt wurden von der Wucht des Sturms überrascht. Im Großteil der Zwölf-Millionen-Stadt sowie in anderen Teilen Luzons fiel der Strom aus. Züge mussten stehen bleiben, Geschäfte mussten schließen. Auch die Schulen blieben am Mittwoch geschlossen.

Nach Angaben des staatlichen Energieversorgers könnte es bis Freitag dauern, bis die Stromversorgung flächendeckend wiederhergestellt ist. 80 Prozent des Stadtgebiets seien vom Stromausfall betroffen.

Staatspräsident Benigno Aquino übte scharfe Kritik am staatlichen Wetterdienst, der die Bewohner unzureichend gewarnt habe. "Das ist inakzeptabel", sagte er bei einem Krisentreffen mit Vertretern von Rettungsorganisationen.

Die Philippinen werden regelmäßig von Taifunen getroffen. Der süsostasiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Taifungürtel im Pazifik. "Conson" ist der erste Taifun in diesem Jahr.

Auch China wurde von schweren Unwettern heimgesucht: Wegen immer stärker drängender Wassermassen sind im Süden des Landes die Staumauern mehrerer Reservoirs gesprengt worden. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, berichteten staatliche Medien am Mittwoch. Die Überschwemmungen gehören zu den schlimmsten der vergangenen Jahrzehnte in der Region.

siu/AFP/dpa