Philippinen: Terroristen-Chef geht Fahndern ins Netz - DER SPIEGEL
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Philippinen Terroristen-Chef geht Fahndern ins Netz

Die philippinische Polizei hat in Manila ein führendes Mitglied der Abu-Sayyaf-Rebellen festgenommen. Der Mann soll an der Entführung und Ermordung zahlreicher Touristen beteiligt gewesen sein. Auch das Kidnapping der Göttinger Familie Wallert im Mai 2000 soll zum Teil auf sein Konto gehen.
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Manila - Mark Bolkerin Gumbahale, 21, sei mitverantwortlich für den Tod von neun Soldaten und zwei zivilen Geiseln, die Abu Sayyaf 1999 in der Provinz Basilan köpfte, sagte der leitende Polizeifahnder Jaime Caringal. Außerdem sei Gumbahale an der Entführung von 21 Touristen und Hotelangestellten auf der malaysischen Insel Sipadan im Mai 2000 beteiligt gewesen. Unter den Geiseln befand sich auch die Göttinger Familie Wallert.

Auf Gumbahale war ein Kopfgeld von fünf Millionen Pesos (rund 100.000 Euro) ausgesetzt. Er galt als wichtiger Komplize von Abu-Sayyaf-Anführer Abu Sabaya, der nach Militärangaben im Juni bei einem Seegefecht getötet wurde. Gumbahale habe im Verhör gestanden, die Verbrechen auf Befehl von Abu Sabaya und Abu-Sayyaf-Chef Khadafi Janjalani begangen zu haben.

Das philippinische Militär macht Abu Sayyaf auch für den Bombenanschlag auf Einkaufszentren in der Stadt Zamboanga verantwortlich, bei dem am Donnerstag fünf Menschen getötet und mehr als 100 verletzt wurden. Ein Sprengstoffanschlag auf eine Karaoke-Bar in Zamboanga, bei dem Anfang Oktober ein US-Soldat getötet wurde, soll ebenfalls auf das Konto der militanten Muslimgruppe gehen.

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