Philippinen Tote und Vermisste nach Taifun "Utor"
Manila/Legaspi - Nach Angaben der Katastrophenbehörden (NDCC) sind unter den Toten ein Baby, das in der Provinz Capiz von einstürzenden Balken erschlagen wurde, und ein dreijähriger Junge, der vor der Insel Romblon ertrank. Örtlichen Rundfunkberichten zufolge werden noch immer mindestens 20 Menschen vermisst. Sie wurden von den durch die heftigen Regenfälle verursachten Fluten mitgerissen, ihre Überlebenschancen sind gering.
Rund 2400 Häuser wurden ganz oder teilweise zerstört, Tausende Menschen sind obdachlos, die Stromversorgung wurde unterbrochen. Das schwere Unwetter, das am Wochenende über die Philippinen zog, richtete vor allem in der Mitte des Inselreichs und im Osten Chaos an.
Mehr als 90.000 Menschen waren in Sicherheit gebracht worden, davon die meisten in der Provinz Albay, die erst vor einer Woche von Taifun "Durian" heimgesucht worden war. Viele der Evakuierten waren nur knapp den Schlammlawinen am Vulkan Mayon entkommen, bei denen mehr als 1200 Menschen ums Leben gekommen waren.
Bei stürmischer See ist vor den Philippinen eine Fähre mit etwa 100 Menschen an Bord gekentert. Darunter seien vermutlich auch Ausländer gewesen, teilte die Küstenwache mit. Die "M/V Brian" sei in den hohen Wellen untergegangen, hieß es in ersten Berichten. Retter waren vor der Küste der Insel Mindoro rund 120 Kilometer südlich von Manila im Einsatz.
Der Taifun war das 19. Unwetter der Saison. Die Philippinen liegen im so genannten "Taifun-Gürtel". Im Durchschnitt entwickeln sich dort in jeder Regenzeit 20 Taifune. Der Sturm bewegt sich nun nach Angaben der Meteorologen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern in nordwestlicher Richtung auf das Chinesische Meer zu.
han/dpa/AFP