Philippinen Wird US-Geisel geköpft?
Zamboanga - Die Ermordung des seit Monaten gefangenen Jeffrey Schilling, 25, könne zum "Geburtstagsgeschenk" an Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo werden, drohten die Abu-Sayyaf-Rebellen. Wenn sich der saudi-arabische Botschafter sich nicht mit Abu-Sayyaf-Vertretern treffe, werde Jeffrey Schilling geköpft, sagte Rebellenführer Abu Sabaya im Lokalrundfunk.
Die Gruppe hat bereits wiederholt mit der Ermordung Schillings gedroht, der seit August vergangenen Jahres in ihrer Gewalt ist. Im vergangenen Jahr köpfte sie aber zwei philippinische Geiseln am Geburtstag des damaligen Präsidenten Joseph Estrada. "Wir machen keine Scherze", sagte Sabaya. "Sie informieren am besten seine Mutter in den USA über die Exekution, damit sie noch ein letztes Mal mit ihrem Sohn sprechen kann." Schilling sei ernsthaft krank, sagte Sabaya. "Aber wir haben uns entschlossen, ihn zu töten und seien Kopf Präsidentin Arroyo als Geburtstagsgeschenk darzubieten." Die Staatschefin wird am Donnerstag 54.
Abu Sayyaf hatte Ende April vergangenen Jahres von der malaysischen Taucherinsel Sipadan 21 Menschen nach Jolo verschleppt, darunter drei Mitglieder der Göttinger Familie Wallert. Bis auf einen Philippiner waren alle im Laufe von viereinhalb Monaten gegen die Zahlung eines Millionen-Lösegeldes wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die philippinische Armee hatte Mitte September des vergangenen Jahres eine Offensive gegen die Extremistengruppe begonnen, bei der nach Militärangaben viele Rebellen getötet wurden.