Klüger werden mit: Phyllis Porter
SPIEGEL: Mrs. Porter, wie geht es Ihnen?
Porter: Bestens. Ich habe mich von meiner siebenstündigen Operation längst erholt. Und sie war ein Erfolg: Ich bin über 80, sehe jetzt aus wie Anfang 60 und fühle mich wie Mitte 40.
SPIEGEL: Was genau haben Sie machen lassen?
Porter: So viel ich mir leisten konnte: Intensiv-Peeling, Gesichtshaut- und Augenlifting, Auffüllen der Lippen, Botox-Injektionen und Brustimplantate. Ich hatte Glück mit Aktien, plötzlich waren 25 000 Dollar übrig.
SPIEGEL: Die meisten Menschen hätten das Geld benutzt, um ihre Rente aufzubessern.
Porter: Ich will leben - und nicht wie meine Freunde nur noch darüber nachdenken, wie mein Grabstein aussehen soll. Ich habe bisher in meinem Leben immer nur das gemacht, was man von mir erwartet hat. Vor der Ehe hatte ich keinen Sex, und ich trug immer nur schlichte Unterwäsche. Ich wollte mein Leben ändern. Und da kam mir die Kunst von Dr. Sevinor gerade recht.
SPIEGEL: In Würde alt zu werden kam für Sie nicht in Frage?
Porter: Warum? Ich war unglücklich mit meinem Aussehen, es passte nicht zu meinem gefühlten Alter. Ich wollte wieder Tops tragen und mich begehrenswert fühlen. Mein Mann hat das Ganze sehr unterstützt. Und ob andere Menschen finden, dass ich jetzt künstlich oder würdelos aussehe, ist uns egal.
SPIEGEL: Dürfen Ihre Enkelkinder Sie noch Oma nennen?
Porter: Klar, und alle drei sind auch sehr stolz, dass ihre Oma jetzt fast jünger aussieht als die Mutter.