Pipeline explodiert Vermutlich 250 Tote in Nigeria
Warri - Ein Reuters-Reporter sah mindestens 50 verbrannte Leichen, bevor die Polizei die Journalisten aus unmittelbarer Nähe des Unglücksortes vertrieb. Die Leitung, die Ölprodukte von Warri in den Norden des Landes transportiert, war zuvor von Dieben leckgeschlagen worden.
Erst im März waren beim Brand einer Treibstoff-Pipeline rund 50 Dorfbewohner ums Leben gekommen. Auch sie hatten Benzin abgezapft. Im Oktober 1998 starben rund 1000 Menschen bei der Explosion einer Pipeline. Bei den damaligen Opfern handelte es sich ebenfalls um Dorfbewohner, die aus einer beschädigten Leitung Treibstoff abgefüllt hatten. Die Flammen konnten damals erst nach einer Woche gelöscht werden.
In Nigeria herrscht trotz großer Erdölvorkommen Treibstoffmangel, da die eigenen Raffinerien marode sind. Lange Autoschlangen vor Tankstellen sind ebenso die Regel wie der Verkauf von Benzin auf dem Schwarzmarkt. In Gebieten, durch die Treibstoffleitungen gehen, schlagen die Bewohner immer wieder Lecks in die Röhren, um sich mit Benzin für Fahrzeuge und Kocher zu versorgen.