Piratenattacken Weniger Überfälle, mehr Tote
Kuala Lumpur - Die Zahl der registrierten Seeräuber-Attacken sei von 469 auf 335 zurückgegangen, teilte das Anti-Piraten-Zentrum des Internationalen Schifffahrtsbüros in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur mit. Als besorgniserregend bezeichnete das Schifffahrtsbüro den zunehmenden Einsatz von Waffengewalt.
So seien im vorigen Jahr 73 solcher Fälle registriert worden, 22 mehr als noch 2000. Auch habe sich die Zahl der Entführungen von Schiffsbesatzungen in diesem Zeitraum auf 16 verdoppelt.
Am gefährlichsten sind der Erhebung zufolge nach wie vor die Gewässer Indonesiens, wo es allein zu 91 bekannt gewordenen Piraten-Angriffen kam. Danach können sich Seeleute vor der Küste Indiens und Bangladeschs am wenigsten sicher fühlen. Außerdem sei eine Zunahme der Überfälle vor verschiedenen Ländern Afrikas zu beobachten gewesen.
Positiv habe sich die Lage in der Straße von Malakka entwickelt, einem der meistgenutzten Schifffahrtswege der Welt. Dort sei die Zahl der Überfälle von 75 auf nur noch 17 gesunken, berichtete das Büro in Kuala Lumpur weiter. Grund seien vor allem bessere Überwachung und verstärkte Patrouillen durch die malaysische Marine.