Dieser Beitrag wurde am 03.08.2016 auf bento.de veröffentlicht.
Immer wieder stolpern "Pokémon Go"-Spieler nicht nur über Straßen, sondern auch durch private Gärten und Parkanlagen. Einem Mann aus New Jersey ist das jetzt zu viel. Anstatt einzelne Spieler wegen Hausfriedensbruch zu verklagen, wendete er sich direkt an die Verursacher: Software-Entwickler Niantic und Spiele-Partner Nintendo (Bloomberg ).
In der Klageschrift beschwert sich der Mann, schon mindestens fünf Personen hätten bei ihm angeklopft, um Pokémon in seinem Garten zu jagen. Außerdem führt er die Pokémon-Jagd in Gedenkstätten und auf Friedhöfen als Negativbeispiel auf (bento).
Ist das die erste Klage dieser Art?
In den USA offenbar schon.
Aber auch in Deutschland gibt es Kritik an "Pokémon Go": Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat Niantic bereits vor rund zwei Wochen abgemahnt. Den Verband stören insgesamt 15 Klauseln der App, in denen die Daten und Rechte der Spieler nicht ausreichend geschützt werden (Mitteilung des VZBV ). Im Wesentlichen kritisiert der VZBV, dass sich Spieler nicht anonym können und zur Abgabe ihrer Daten gezwungen werden.
Der Verband gab Niantic Zeit bis zum 9. August, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Sollte Niantic einlenken, muss es die 15 Klauseln ändern. Wenn nicht, will der Verbraucherverband eine Klage prüfen. Allerdings sitzt die Firma in San Francisco und nicht in Deutschland. Sie dürfte dieser Drohung deshalb recht gelassen entgegensehen.
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