Polen 13 Menschen sterben im Hochwasser
Warschau - Im südwestpolnischen Makow Podhalanski wurde bei Aufräumarbeiten die Leiche eines 23-Jährigen entdeckt. In der Nähe von Polaniec in Mittelpolen ertrank ein 34 Jahre alter Dorfbewohner. Nach Angaben der Feuerwehr hatte sich die Lage zumindest in Südpolen am Samstag langsam stabilisiert. Wenn weitere Regenfälle ausblieben, dürfte es im Süden nicht zur Katastrophe kommen, hieß es im Rundfunk.
Am Samstagmorgen erreichte die Flutwelle die Stadt Sandomierz. Dort waren 3000 Menschen aus der unmittelbaren Gefahrenzone in Sicherheit gebracht worden. Obwohl das Wasser höher stand als während der Hochwasserkatastrophe vor vier Jahren, kam es nicht zu größeren Schäden, meldete die Nachrichtenagentur PAP. Die Bedrohung der Stadt wie auch des weiter südlich gelegenen Stromkraftwerks ist aber noch nicht vorbei, da das Wasser bisher nicht gesunken ist, berichtete der Krisenstab.
Unterdessen ist nicht nur in Polen die Hilfsaktion für die Hochwasseropfer angelaufen. Aus Thüringen brach ein Hilfskonvoi mit Experten von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk in das Hochwassergebiet auf. Der Konvoi besteht aus rund einem Dutzend Lastwagen, die leistungsfähige Pumpen und schweres Gerät wie Notstromaggregate in die Region um Krakau schaffen, teilte das Thüringer Innenministerium in Erfurt mit. Deutsche und polnische Hilfsorganisationen haben Spendenkonten eingerichtet.