Polizeieinsatz Inder erschießen Killerelefanten "Osama Bin Laden"
Patna - Ravi Ranjan, ein hochrangiger lokaler Beamter, durfte die Nachricht überbringen: Wildhüter und eine Polizeimannschaft hätten den grauen Giganten am späten Freitagabend im ostindischen Bundesstaat Jharkhand aufgespürt und anschließend zur Strecke gebracht. Der wild gewordene Elefantenbulle mit dem martialischen Spitznamen hatte in den vergangenen Monaten rund ein Dutzend Menschen getötet und noch einmal so viele verletzt.
Dorfbewohner waren durch das Tier in Angst und Schrecken versetzt worden, das auch Felder und Häuser attackierte. Insgesamt hätten die Jäger 20 Kugeln gebraucht, um das Tier zu töten, erklärte Ravi Ranjan. Am Samstag machten sich Hunderte Einwohner der umliegenden Gebiete auf den Weg, um einen Blick auf den Körper des toten Elefanten zu werfen.
Immer wieder gibt es in Indien Probleme mit gefährlichen Elefanten. Die Tiere werden immer mehr aus ihren angestammten Lebensräumen vertrieben, durch die Rodung von Wald und den fortschreitenden Siedlungsbau. Ein Elefant, der ebenfalls den Spitznamen "Osama Bin Laden" trug, wurde vor gut anderthalb Jahren im Bundesstaat Assam getötet, nachdem er 14 Menschen totgetrampelt hatte.
chs/Reuters