Polizistenmorde: Täter war in der DVU - DER SPIEGEL
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Polizistenmorde Täter war in der DVU

Er war Mitglied der rechtsradikalen DVU, ein Waffenfreak und in psychiatrischer Behandlung: Das Bild des 31-jährigen Polizistenmörders von Dortmund verdichtet sich, doch die Kollegen der drei am Mittwoch ermordeten Beamten können die Tat immer noch nicht fassen.
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Düsseldorf - Der Dortmunder Polizeipräsident Hans Schulze sagte am Donnerstag, in der Wohnung des Mannes sei ein Mitgliedsausweis der DVU gefunden worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, Hinweise auf eine Nähe des Amokschützen zur rechten Szene seien auch die vielen Waffen und eine Handgranate, die in seinem Auto und in seiner Wohnung sichergestellt worden seien. Der 31-Jährige hatte am Mittwoch im Ruhrgebiet drei Polizisten und anschließend sich selbst erschossen. Viele Polizeiautos in Nordrhein-Westfalen fuhren am Donnerstag mit Trauerflor.

Der Kraftfahrzeugmechaniker hatte am Mittwochmorgen bei einer Verkehrskontrolle in Dortmund eine Streife beschossen und einen Polizisten getötet und eine Polizistin verletzt. Auf seiner neunstündigen Flucht durch das Ruhrgebiet und das Münsterland tötete er in Waltrop bei Recklinghausen zwei weitere Polizisten durch gezielte Kopfschüsse.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde der Täter im April zu einer Bewährungsstrafe wegen wiederholten Fahrens ohne Führerschein und unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt. Zudem habe er sich in psychiatrischer Behandlung befunden. Der Mann besaß nach Angaben der Polizei weder einen Waffen- noch einen Führerschein, war bislang aber nicht polizeilich aufgefallen.

In Nordrhein-Westfalen wurden am Donnerstag die Flaggen vor Regierungsgebäuden und Behörden auf Halbmast gesetzt. Die zentrale Trauerfeier für die drei getöteten Polizisten soll am Montag in Selm nördlich von Dortmund stattfinden. Die Polizei richtete ein Spendenkonto für die Angehörigen ein.