Polygamie-Prozess: Geschäftsmann 24-mal unter der Haube - DER SPIEGEL
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Polygamie-Prozess Geschäftsmann 24-mal unter der Haube

Weil er 24 Mädchen geheiratet hatte, muss sich ein reicher Geschäftsmann in Kairo vor Gericht verantworten. Einige der Angetrauten waren minderjährig.
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Kairo - Ragab el-Suweirkis kürzeste Ehe dauerte nur sieben Stunden, weil das Mädchen keine Jungfrau mehr gewesen sei, schreiben Kairoer Tageszeitungen. Der Richter habe eine Freilassung des Polygamisten gegen Kaution abgelehnt. Suweirki habe bereits im Gefängnis versucht, mit Geld das Verfahren zu beeinflussen, begründete er seine Entscheidung.

Der 56 Jahre alte Kaufhausbesitzer war im Mai verhaftet worden, nachdem bekannt geworden war, dass er zeitweise mit fünf, zum Teil noch unter 16 Jahre alten Frauen gleichzeitig verheiratet war. Das ägyptische Recht gestattet aber nur vier Ehefrauen. Ein ägyptisches Mädchen muss für die Eheschließung außerdem das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Der Besitzer einer großen Kaufhauskette, dem enge Kontakte zu der offiziell verbotenen Moslembruderschaft nachgesagt werden, erschien am ersten Prozesstag im Gewand des frommen Moslems vor Gericht. Suweirki forderte bislang vergeblich, dass ein Komitee der islamischen Al-Azhar-Universität über seinen Fall entscheiden solle. Von der den frommen Moslems verbundenen Institution verspricht er sich ein glimpflicheres Urteil. Der Prozess wird am 18. August fortgesetzt.