Portugal Noch immer Brände außer Kontrolle
Lissabon/Madrid - Wie die Behörden in der Hauptstadt Lissabon mitteilten, hat sich die Lage in den Waldbrandgebieten teilweise entspannt. Zurzeit seien noch fünf größere Feuer außer Kontrolle. Die bedrohlichsten Feuersbrünste wurden aus Viana do Castelo und Viseu im Norden sowie aus Coimbra in der Mitte des Landes gemeldet. Nahe Coimbra sind 30 Beamte der deutschen Bundespolizei stationiert. Sie sind mit drei Löschhubschraubern im Einsatz. Insgesamt kämpften landesweit 1500 Feuerwehrleute und Helfer gegen die Flammen.
Die Waldbrandgefahr sei angesichts steigender Temperaturen und der großen Dürre vielerorts aber weiter extrem, warnte das Wetteramt. Im benachbarten Spanien standen auch heute noch viele Wälder in Flammen. Am schlimmsten traf es die an Portugal grenzende Region Galicien im Nordwesten des Landes.
Die Feuersbrünste hätten in diesem Jahr bereits 180.000 Hektar Wald vernichtet, schätzt der Präsident der Nationalen Forstbehörde, Ferreira do Amaral. Das ist eine größere Fläche, als im gesamten vergangenen Jahr durch Brände zerstört wurde.