Posträuber Biggs: Keine Gnade für den Gentleman - DER SPIEGEL
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Posträuber Biggs Keine Gnade für den Gentleman

Er hatte auf die Milde des Gerichts gehofft. Doch der legendäre britische Posträuber Ronald Biggs hat den Berufungsprozess um eine vorzeitige Haftentlassung verloren - jetzt muss er weitere 28 Jahre in Haft bleiben.
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London - Der 73-jährige Biggs ist nach mehreren Schlaganfällen gelähmt. Dennoch hat der Oberste Gerichtshof einen Antrag des "Gentleman-Verbrechers" abgelehnt, ihm die restliche Haftzeit zu erlassen.

Zuvor war Biggs mit seinem Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens schon bei der Kommission zur Überprüfung von Kriminalfällen gescheitert. Der Gerichtshof bezeichnete sein Anliegen jetzt als "hoffnungslos".

Biggs hat wegen seiner Teilnahme an dem zum "Jahrhundert-Raub" stilisierten Überfall auf einen Postzug 1963 Kriminalgeschichte geschrieben. Berühmt wurde er unter anderem durch die Verfilmung des Falls unter dem Titel "Die Gentlemen bitten zur Kasse". Mit 14 Komplizen erbeutete er 2,6 Millionen Pfund (heute umgerechnet knapp 43 Millionen Euro). Alle wurden verhaftet, 1965 gelang Biggs als einzigem eine spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis. Er lebte jahrelang in Brasilien, kehrte aber aus gesundheitlichen Gründen vor zwei Jahren nach Großbritannien zurück, wo er dann festgenommen wurde.