Potsdam: Schüler verlassen Gymnasium nach Vorfall mit intimen Bildern - DER SPIEGEL
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Mutmaßlicher sexueller Übergriff Schüler verlassen Gymnasium nach Vorfall mit intimen Bildern

In Potsdam sollen zwei Gymnasiasten heimlich intime Fotos von Mitschülerinnen gemacht haben. Das hat Konsequenzen: Sie haben die Schule verlassen. Die will den Fall nun aufarbeiten.
Polizeistation (Symbolbild)
Polizeistation (Symbolbild)

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Soeren Stache / dpa

An einem Potsdamer Gymnasium sollen zwei Schüler heimlich intime Fotos von Schülerinnen gemacht haben. Nun haben die Beschuldigten die Schule verlassen – sie seien im Einvernehmen mit ihren Eltern nicht mehr Schüler des Gymnasiums, teilte das Bildungsministerium der Nachrichtenagentur dpa mit.

Die Vorwürfe waren vor den Sommerferien in Potsdam bekannt geworden. Das Bildungsministerium teilte danach mit: »Die Aufnahmen sollen in einer Weise erstellt worden sein, die gezielt intime körperliche Bereiche hervorhebt und damit den höchstpersönlichen Lebensbereich der betroffenen Schülerinnen berührt.« Zum Schutz der Minderjährigen nennen weder das Ministerium noch die Polizei weitere Details. Die Schule möchte sich dazu grundsätzlich nicht äußern.

Sowohl Schulleitung als auch Eltern hatten Anzeige erstattet, die Polizei hatte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Gymnasium schloss die Schüler zunächst vorläufig vom Unterricht aus. Laut »Tagesspiegel«  prüft die Staatsanwaltschaft, ob ein Anfangsverdacht wegen des Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz vorliegt. Das Gesetz besagt, dass Bildnisse »nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden« dürfen.

Gymnasium will mutmaßlichen Übergriff aufarbeiten

Offenbar waren die Aufnahmen mit einem Tablet erstellt worden. Die dpa zitiert das Ministerium: »Der benannte Vorfall hat dazu geführt, dass für die gesamte Schülerschaft auch ein Verbot für die private Tabletnutzung ausgesprochen wurde.« Zudem sollen Lehrkräfte, Eltern und die Schülerschaft erarbeiten, wie das Gymnasium künftig mit den Geräten umgehen wird. Auch soll zu Beginn des Schuljahres nochmals die Präventionsbeauftragte der Polizei mit der betreffenden Klasse arbeiten und den Fall gemeinsam mit der Lehrkraft aufarbeiten, so das Ministerium.

atr/dpa

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