Preisverleihung in Hamburg: Bambis für Mohammed Ali und Johannes Heesters - DER SPIEGEL
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Preisverleihung in Hamburg Bambis für Mohammed Ali und Johannes Heesters

Von Dieter Bohlen bis Kurt Felix - in Hamburg wurden am Donnerstagabend die Bambi-Preise verliehen. Die an Parkinson leidende Boxlegende Mohammed Ali wurde ebenso ausgezeichnet wir der fast 100-jährige Johannes Heesters.
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Hamburg - In Hamburg sind am Donnerstagabend die Bambi-Preise verliehen worden. Berühmtester Preisträger war Boxidol Mohammed Ali: Der 61-Jährige leidet seit 20 Jahren an der Parkinsonschen Krankheit. Während Ali schwieg, erklärte seine Ehefrau, mit der er auf die Bühne gekommen war, der Exboxer freue sich über die Ehrung. Ali habe ihr aufgetragen zu sagen, es sei toll, wenn man anerkannt werde. Das Publikum applaudierte Ali stehend.

Einen überraschenden Ehrenbambi gab es für den Schauspieler Johannes Heesters, der am 5. Dezember 100 Jahre alt wird. Als Heesters im Alter von 93 bereits für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden war, hatte er sich einen weiteren Bambi für den fall gewünscht, dass er 100 Jahre alt werde.

Als Shooting-Star des Jahres wurde Sängerin Yvonne Catterfeld belohnt. Für sein großartiges Comeback als Zweiter bei der Tour de France bekam Radsportler Jan Ulrich einen Bambi. Als "TV-Ereignis des Jahres" prämierten die Juroren die Darsteller des Sat1-Fernsehfilms "Das Wunder von Lengede". Heino Ferch, Jan Josef Liefers, Armin Rohde und Nadja Uhl freuten sich über Bambis.

Peter Maffay erhielt aus der Hand von Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf den "Charity-Bambi" für sein soziales Engagement, Elke Heidenreich wurde als beste TV-Moderatorin ausgezeichnet. In einer anrührenden Szene bekam Kurt Felix einen Preis für sein Lebenswerk. Frank Elsner übergab den Preis und erklärte, wie sehr er sich darüber freue, dass Felix wieder gesund sei.

Der "Mode-Bambi" ging an Model Heidi Klum, und Dieter Bohlen wurde von seinem Zögling Superstar Alexander als bester nationaler Pop-Künstler geehrt. Der Bambi für Pop international ging an die britische Sängerin Dido, der Kultur-Bambi an Schauspieler Klaus-Maria Brandauer.

In den Kategorien Wirtschaft und Kommunikation wurden Adidas-Chef Herbert Hainer und Ex-Lufthansa-Boss Jürgen Weber ausgezeichnet. Daniel Brühl, Katrin Saß und Florian Lukas haben in den Augen der Jury mit "Good bye, Lenin!" den besten deutschen Film gedreht und bekamen ebenfalls den Preis. Im Bereich Sport erhält die deutsche Damen-Fußballmannschaft einen Bambi. Das TV-Publikum wählte die Sendung "Star Search" zur besten Castingshow.

Moderiert wurde die Gala in einem Theater am Hafen von Jörg Pilawa und den No Angels. Die Verleihung fand zum ersten Mal in Hamburg statt. Zwischen Frachtschiffen und Containern trafen sich die Gäste und Preisträger im Theater am Hafen, wo sonst das Musical "König der Löwen" aufgeführt wird.