Prinz Harry: Niederlage im Berufungsprozess um Polizeischutz - DER SPIEGEL
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Streit mit britischem Innenministerium Prinz Harry verliert Berufungsprozess um Polizeischutz

Er werde von al-Qaida bedroht, sagt Prinz Harry, und benötige deshalb besondere Sicherheitsvorkehrungen. Im Streit mit dem britischen Innenministerium hat er nun eine erneute Niederlage kassiert.
Prinz Harry Anfang April in London: Maßgeschneiderte Sicherheitsvorkehrungen
Prinz Harry Anfang April in London: Maßgeschneiderte Sicherheitsvorkehrungen

Prinz Harry Anfang April in London: Maßgeschneiderte Sicherheitsvorkehrungen

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Lucy North / PA Wire / dpa

In einem Berufungsprozess um Sicherheitsvorkehrungen hat Prinz Harry im Vereinigten Königreich eine Niederlage erlitten. Das Berufungsgericht wies den Einspruch Harrys gegen eine Entscheidung ab, wonach er und seine Familie bei Reisen nach Großbritannien nicht mehr automatisch den gleichen Sicherheitsstatus bekommen wie der Rest der britischen Royals.

Die Entscheidung hatte ein Ausschuss des Innenministeriums getroffen. Harrys Forderung, das zu ändern, wies ein Richter im vergangenen Jahr ab. Er urteilte, dass die Entscheidung weder rechtswidrig noch »irrational« sei und keine verfahrenstechnische Ungerechtigkeit vorliege. Die vom Prinzen eingelegte Berufung scheiterte nun auch.

Harry hatte sich mit seiner Frau Herzogin Meghan vor fünf Jahren aus dem Königshaus zurückgezogen und seine royalen Pflichten abgelegt . Die beiden leben mit ihren Kindern Prinz Archie und Prinzessin Lilibet in Kalifornien. Das Verhältnis zur Königsfamilie gilt nach diversen Vorwürfen als zerrüttet.

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Das Ministerium will Harry nur noch maßgeschneiderte Vorkehrungen zugestehen. »Es ist wichtig zu betonen, dass die Entscheidung nicht lautete, dass Sicherheitsvorkehrungen, wie sie bisher bestanden, unter keinen Umständen mehr angeboten werden«, hatte ein Anwalt gesagt. Vielmehr sei es darum gegangen, dass die Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr auf der gleichen Grundlage gewährt würden, weil sich Harrys Status verändert habe und er den größten Teil seiner Zeit im Ausland verbringen werde.

Harrys Anwältin hatte dem Executive Committee for the Protection of Royalty and Public Figures vorgeworfen, es habe seine Entscheidung, Harry einen geringeren Schutz zu gewähren, auf Grundlage einer unzureichenden Sicherheitsanalyse getroffen. Dadurch seien auch Harrys Kinder in Großbritannien nicht ausreichend geschützt. Ein Argument war, dass al-Qaida zu Harrys Ermordung aufgerufen habe.

hba/dpa