"Fehlinformationen", "Angstmacherei" Prinz Harry greift soziale Netzwerke an
Prinz Harry
Foto:Victoria Jones/ dpa
Erst vor wenigen Monaten zogen sich Prinz Harry und Herzogin Meghan aus dem britischen Königshaus zurück. Wohl dosiert suchen sie seither die Öffentlichkeit.
In einem Meinungsbeitrag für das US-Wirtschaftsmagazin "Fast Company " befasste sich Harry nun mit Facebook, Twitter und Co.: "Soziale Medien spalten uns. Gemeinsam können wir sie neu gestalten", schrieb der Prinz - und dass er und seine Frau Meghan die vergangenen Wochen damit verbracht hätten, Wirtschaftsführer und Marketingleiter zu diesem Thema anzurufen.
In den sozialen Netzwerken werde Hass geschürt, schrieb Harry in dem Stück - und appellierte an Unternehmen, ihre Rolle etwa bei Werbung auf diesen Plattformen zu überdenken. Indem sie dort investierten, trügen sie dazu bei, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass auf den Plattformen die Wahrheit bedroht und die Gesundheit von Menschen gefährdet werden könne. Welche Unternehmen er damit meint, schrieb er nicht.
Harry: Firmen sollten Werbegelder besser einsetzen
Der Enkel von Queen Elizabeth II. rief dazu auf, dass sich Communitys im Internet "mehr durch Mitgefühl als durch Hass" definieren sollten. "Durch Wahrheit statt durch Fehlinformation; durch Gleichheit und Einbeziehung statt durch Ungerechtigkeit und Angstmacherei; durch freie, statt durch gewalttätige Rede". Firmen sollten ihre Werbegelder dort einzusetzen, wo konsequent gegen Hass vorgegangen werde.
-
4 Min
Der Einsatz gegen Hass im Netz scheint den beiden wichtig zu sein. In einer Rede vergangenen Monat hatte Meghan bereits Teenager ermuntert, das manchmal "schmerzhaft laute" und negative Online-Geplapper mit positiven Botschaften zu übertönen. Nachdem sie sich in der britischen Klatschpresse immer wieder negativ dargestellt sahen, hatten Meghan und Harry zudem selbst einen Boykott des britischen Boulevards angekündigt.
Viel über die beiden wurde zuletzt auch geschrieben, weil sie sich Ende März offiziell aus der ersten Reihe des britischen Königshauses zurückgezogen hatten. Sie leben inzwischen mit ihrem Sohn Archie in Meghans Heimat im US-Bundesstaat Kalifornien. Queen Elizabeth II. will nach einem Jahr die vereinbarten Regelungen überprüfen lassen.