Prinzessin Diana: Diebische Butler - DER SPIEGEL
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Prinzessin Diana Diebische Butler

Nicht gerade die feine englische Art: Gleich zwei ehemalige Butler der verstorbenen Prinzessin Diana sollen Gegenstände aus ihrem Privatbesitz geklaut haben. Nun müssen beide vor Gericht.
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London - Paul Burrell war nicht nur Dianas Butler, er galt auch als ihr engster Vertrauter. Vor einem Jahr war der 43-Jährige unter Diebstahlverdacht festgenommen worden. Er soll insgesamt 302 Stücke aus Dianas Besitz gestohlen haben. Dazu zählten unter anderem Schmuck, CDs, Designer-Hüte und Taschen sowie persönliche Fotografien, Karten und Briefe der Prinzessin. 22 der Gegenstände gehörten Prinz William (19) und Dianas Ex-Ehemann, Prinz Charles.

Am 14. Oktober muss er sich nun vor dem Kriminalgericht Old Bailey verantworten. Burell bestreitet die Vorwürfe energisch und hat in einer früheren Anhörung vor Gericht erklärt, die 1997 tödlich verunglückte Prinzessin habe ihm viele Dinge geschenkt oder ihm zur Aufbewahrung überlassen, weil sie dem System bei Hofe nicht getraut habe.

Die BBC berichtete, der Prozesstermin sei deshalb erst für den Oktober angesetzt worden, um eine Störung der Feiern zum 50. Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. in den Sommermonaten zu vermeiden. Burrell erschien am Donnerstag erstmals vor dem Kriminalgericht Old Baily. Bisher hatten Anhörungen, die vor dem Beginn des Hauptverfahrens vorgeschrieben sind, lediglich vor einem Amtsrichter stattgefunden.

Langfinger Nummer Zwei

Burrel ist jedoch nicht der einzige mutmaßliche Dieb, der in den Gemächern der englischen Königsfamilie sein Unwesen trieb. In einem gesonderten Verfahren wurde am Donnerstag auch der Beginn der Hauptverhandlung gegen einen anderen königlichen Butler festgesetzt. Harold Brown (48), derzeit Butler von Prinzessin Margaret, wird ebenfalls des Diebstahls von Gegenständen aus Prinzessin Dianas Besitz in drei Fällen beschuldigt. Seine Hauptverhandlung soll am 2. Dezember dieses Jahres beginnen. Brown soll unter anderem am Diebstahl eines 500 000 Pfund (810 000 Euro/1,58 Millionen Mark) teuren Schmuckschiffes beteiligt gewesen sein.