Programm-Dissens: Inderin lässt sich wegen Seifenoper-Verbots scheiden - DER SPIEGEL
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Programm-Dissens Inderin lässt sich wegen Seifenoper-Verbots scheiden

Der Streit um die Fernbedienung ist in vielen Wohnzimmern Zuhause. Eine Inderin hat sich nun wegen des ewigen Zwists um die Programmhoheit scheiden lassen - ihr Mann hatte ihr untersagt, schnulzige Serien zu schauen.
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Mumbai - Eine Inderin hat sich von ihrem Mann scheiden lassen, weil dieser ihr den Genuss von Seifenopern im Fernsehen untersagte. Wie die Zeitung "Daily News and Analysis" am Dienstag berichtete, stritt das Paar aus der Stadt Pune südöstlich von Mumbai zuletzt täglich über das Fernsehprogramm - bis die Frau entnervt die Scheidung einreichte.

Ein Familienrichter habe dem Antrag stattgegeben, weil Mann seiner Frau nicht erlaubt habe, "das TV-Programm ihrer Wahl anzusehen". Die Frau habe auch das Sorgerecht für die gemeinsame sechsjährige Tochter zugesprochen bekommen.

Die Entscheidung fiel demnach bereits im August. Bekannt wurde der Fall jetzt, weil der Ehemann gegen das Urteil in Berufung ging. Seine Anwälte machen den Zeitungsberichten zufolge geltend, dass die Vorwürfe der Frau überzogen seien und die "Reibereien" zum Alltag der Ehe gehörten. Seifenopern erzielen in Indien hohe Einschaltquoten und sind vor allem bei Hausfrauen beliebt.

han/AFP

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