Promi-Streit: Brooke Shields wehrt sich gegen Tom Cruise - DER SPIEGEL
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Promi-Streit Brooke Shields wehrt sich gegen Tom Cruise

US-Schauspielerin Brooke Shields hat Tom Cruise "lächerliches Gerede" und Unkenntnis vorgeworfen. Cruise hatte seine Kollegin kritisiert, weil sie wegen Wochenbettdepressionen zum Psychiater gegangen war. Vitamine und Sportübungen wären besser gewesen, behauptete der überzeugte Scientologe.
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New York - Seine Kollegin hätte lieber Vitamine nehmen und Sportübungen machen müssen, lästerte Cruise bereits vor einigen Wochen in aller Öffentlichkeit. In der vergangenen Woche wiederholte der Star seine Vorwürfe in der NBC-Talkshow "Today"". Es sei falsch von Shields gewesen, dass sie nach der Geburt ihrer Tochter wegen postnataler Depressionen zum Psychiater gegangen sei. "Psychiatrie ist eine Pseudo-Wissenschaft", sagte der Vater von zwei Adoptivkindern und Ex-Mann von Hollywood-Diva Nicole Kidman, der Mitglied von Scientology ist. Die Scientologen lehnen die psychiatrische Medizin ab.

Jetzt wehrte sich Shields gegen ihren missionarischen Kritiker: "Ich fühle mich verpflichtet, für die Hunderttausenden Frauen zu sprechen, die unter Wochenbettdepressionen gelitten haben", schrieb Shields in der "New York Times". Cruises Vorschläge bewiesen "einen Mangel an Kenntnis über Wochenbettdepressionen und über Geburten im Allgemeinen", erboste sich die Schauspielerin.

Shields hatte nach der Geburt ihrer Tochter Rowan Francis 2003 unter der postnatalen Depression gelitten. Damals habe sie sich und ihr Baby "einfach weg gewünscht", schrieb sie in dem Zeitungsartikel. Medikamente und eine Psychotherapie seien ihre Rettung gewesen. Laut Shields leidet jede zehnte Frau unter Wochenbettdepressionen. Wenn Cruises Äußerungen etwas bewirken könnten, dann wenigstens Aufmerksamkeit für diese "ernsthafte Krankheit", schrieb sie.