Prominente Lesben-Ehe: Protest gegen Bush-Pläne - DER SPIEGEL
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Prominente Lesben-Ehe Protest gegen Bush-Pläne

Die Schauspielerin und Talk-Show-Gastgeberin Rosie O'Donnell hat in San Francisco ihre langjährige Freundin Kelli Carpenter geheiratet. Mit ihrer Aktion wolle sie unter anderem gegen die von US-Präsident George W. Bush vorgeschlagene Verfassungsänderung zum Verbot von Homo-Ehen protestieren.
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San Francisco - Bushs Pläne seien "sehr schockierend" und "unmoralisch", sagte O'Donnell. In der Westküstenstadt hatten sich seit dem 12. Februar über 3300 gleichgeschlechtliche Paare mit der Erlaubnis des Bürgermeisters das Ja-Wort gegeben. Mehrere konservative Gruppen haben Klagen gegen die nach kalifornischem Recht illegalen Homo-Ehen eingereicht. Die Komödiantin hatte ihre Heiratspläne wenige Stunden vor der Feier in der Fernsehsendung "Good Morning America" angekündigt.

Die für ihre Scharfzüngigkeit bekannte Entertainerin hatte sich im Jahr 2002 als Lesbe geoutet und setzt sich seither für die Rechte von Homosexuellen ein. Die Entscheidung, ihre Freundin zu heiraten, habe sie während des Gerichtsstreits um die inzwischen eingestellte Zeitschrift "Rosie" getroffen, sagte O'Donnell. In dem Millionen-Streit zwischen der Bertelsmann- Tochter Gruner & Jahr USA und der Entertainerin befand ein New Yorker Richter Mitte Februar, es stehe keiner Seite eine Entschädigung zu.

Der Verlag hatte die ehemalige Talk-Show-Gastgeberin auf 100 Millionen Dollar verklagt. Er warf O'Donnell vor, entgegen den Absprachen frühzeitig aus dem gemeinsamen Zeitschriftenprojekt "Rosie" ausgestiegen zu sein. O'Donnell verklagte den Verlag ihrerseits wegen Vertragsbruchs auf 125 Millionen Dollar.