Prominentes Radduell: Bush tritt gegen Lance Armstrong an - DER SPIEGEL
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Prominentes Radduell Bush tritt gegen Lance Armstrong an

Der mächtigste Mann der Welt will auch der schnellste sein: US-Präsident Bush tritt am Samstag zu einem Radrennen gegen den siebenfachen Tour-de-France-Sieger Armstrong an. Mit Mountainbikes wollen die beiden über das Gelände von Bushs Ranch in Texas jagen.
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Crawford - Bush und Armstrong seien die einzigen Teilnehmer, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses heute. Sie sollten allerdings von Beamten des Secret Service eskortiert werden, der für die Sicherheit des Präsidenten zuständig ist. Bush und Armstrong, die beide Texaner sind, haben sich bereits mehrfach getroffen und haben einen guten Draht zueinander - auch wenn der Radsport-Held den Krieg im Irak kritisiert hat.

Bush ist ein passionierter Mountainbiker. Den Sport hatte er entdeckt, nachdem ihm die Ärzte wegen der Belastung für die Knie vom Joggen abgeraten hatten. Erst kürzlich hatte ihm eine Untersuchung eine hervorragende körperliche Verfassung bescheinigt. Sein Pressesprecher hatte unlängst erklärt, dass sich Bush in seinem vierwöchigen Urlaub so oft wie möglich aufs Rad schwingen werde, um die "enorme Bedeutung körperlicher Fitness zu demonstrieren".

Bush gilt als aggressiver Radfahrer. "So wie er Rad fährt, ist es einfach verrückt", erklärte ein Freund der Familie, der ungenannt bleiben will. Bush trete mit aller Kraft, die er aufbieten könne, in die Pedale. Auf dem G-8-Gipfel in Gleneagles war Bush "scharf" aufs Fahrradfahren im hügeligen Schottland, wie der Familienfreund erzählt. Prompt fuhr Bush einen Polizisten um: "In meinen Fingerknöcheln stecken immer noch Asphaltreste", gab Bush erst vorvergangene Woche zu.

Armstrong sagte dem US-Fernsehsender ABC, seit der Präsident nicht mehr laufe, fahre er "fantastisch" Mountainbike. Einer der Gründe, warum Bush so viel Zeit auf seiner Ranch verbringe, sei vielleicht das dort gute Terrain für dieses Hobby.

Armstrong hatte im Juli nach seinem siebten Tour-de-France-Sieg seinen Rückzug aus dem Profisport erklärt. Der 33-Jährige will sich künftig schwerpunktmäßig dem Kampf gegen den Krebs widmen. Er selbst hatte eine schwere Krebserkrankung überstanden. In dem TV-Interview dementierte Armstrong, dass er Ambitionen auf den Posten des texanischen Gouverneurs habe. Eine entsprechende Bemerkung von ihm sei "mehr oder weniger ein Witz" gewesen.