Prostitution: Gemeinde zahlt Hure für Schwerbehinderten - DER SPIEGEL
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Prostitution Gemeinde zahlt Hure für Schwerbehinderten

Es war knallhartes Kalkül: Weil der Geschlechtsverkehr mit einer Prostituierten einen schwer Behinderten wirksamer beruhigte als andere Medizin, hat sich die niederländische Stadt Tilburg dazu entschlossen, dem Mann diese Form der Therapie zu finanzieren.
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Den Haag - Die Gemeinde wird künftig monatlich für einen Besuch einer Prostituierten bei dem schwer behinderten Einwohner aufkommen. Dafür stellt die Verwaltung jeweils 190 Gulden (167 Mark) aus dem Stadtsäckel bereit. Dies bestätigte eine Sprecherin der Stadt. Der auf einen Rollstuhl angewiesene und im Gebrauch seiner Arme behinderte Mann im Alter von 48 Jahren habe keine andere Möglichkeit zur Erfüllung seiner sexuellen Bedürfnisse, hieß es.

Der Bewilligung des Geldes war ein sieben Jahre langer Kampf des Antragstellers vorausgegangen. Ausschlaggebend sei das Argument der städtischen Gesundheitsbehörde gewesen, dass der Mann nach dem Besuch einer Prostituierten jeweils viel ruhiger werde. Dadurch benötige er weniger Medizin. Die Interessenvertretung von Behinderten in den Niederlanden hat die "beispielhafte Entscheidung" von Tilburg begrüßt und anderen Gemeinden in vergleichbaren Fällen eine Nachahmung empfohlen.