Protest Französische Wirte nehmen Coca Cola von der Karte
Hamburg - Nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" beteiligen sich einige Wirte in der Hansestadt an der antiamerikanischen Aktion. "Fast zehn Hamburger Betriebe machen mit", sagt Louis Boullion, Ex-Chef des Restaurants "Strandhof" in Blankenese und einer der Initiatoren.
Martial Bruzeau will in seinem Lokal "Chez Alfred" im Stadtteil Groß Flottbek Coca Cola und amerikanischen Whiskey von der Karte nehmen. "Wir können nicht viel gegen den Krieg tun. Mit dieser Aktion möchten wir aber dennoch ein Zeichen setzen", sagt der 36-Jährige.
Insgesamt haben sich zehn Wirte dem Protest angeschlossen. Hervé Kerouredan, Besitzer der bretonischen Crêperie "Ti Breizh" sagt: "Statt Coca Cola haben wir jetzt Afri Cola im Programm." Nach Angaben der Zeitung legen die Wirte Wert darauf, dass ihre Protestaktion nicht als anti-amerikanisch missverstanden wird. Kerouredan: "Es ist eher ein Mini-Denkzettel. Wir wollen deutlich machen, dass es im Konflikt mit dem Irak sicherlich andere Lösungen als Krieg gibt."
Auch der Bonner Wirt Bruno Kessler verbannte aus Protest gegen den Krieg im Irak sämtliche amerikanische Produkte aus seiner Kneipe. Im dem Wirtshaus gibt nun weder US-Whisky noch Coca-Cola. Bei seinen Gästen sei der Boykott sofort auf eine "ungeheure Resonanz" gestoßen, berichtete Kessler am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Bereits an der Tür macht der Wirt seine Gäste in einem Aushang "Gegen den Krieg" auf den Boykott aufmerksam.