Protestwelle: Mao darf nicht versteigert werden - DER SPIEGEL
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Protestwelle Mao darf nicht versteigert werden

Das berühmte Porträt von Mao Zedong kommt nun doch nicht unter den Hammer. Der Grund: Nationalisten hatten gegen den respektlosen Umgang mit dem Konterfei des Staatsgründers protestiert.
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Peking - Nach der Welle von Protesten, die vor allem auf chinesischen Webseiten geäußert wurden, sagte das Pekinger Auktionshaus die Versteigerung ab.

Das Bild werde nicht wie geplant am 3. Juni unter den Hammer kommen, teilte das Auktionshaus Huachen heute mit. Der private Sammler aus dem Ausland, dem das Gemälde gehört, werde es möglicherweise einem chinesischen Museum schenken.

Der Wert des 91 mal 68 Zentimeter großen Porträts wird auf bis zu 1,2 Millionen Yuan (120.000 Euro) geschätzt. Das Bild lieferte die Vorlage für die Mao-Poster, die in den 50er und 60er Jahren über dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens hingen. Mao kam nach einem Bürgerkrieg 1949 als Vorsitzender der Kommunistischen Partei an die Macht und herrschte bis zu seinem Tod 1976. Während seiner Herrschaft starben Millionen Menschen an den Folgen seiner Wirtschaftspolitik und durch staatliche Verfolgung während der Kulturrevolution.

dab/AP