Prozess "Crash-Kid" räumt Straftaten ein
Düsseldorf - Bei seiner tödlichen Spritztour durch Belgien und Holland habe er gestohlen, Unfälle provoziert und Fahrerflucht begangen, sagte der Angeklagte.
Zum Hauptvorwurf nahm der 15-Jährige nach Angaben eines Justizsprechers zunächst nicht Stellung. Er soll mit einer gestohlenen Zugmaschine einen Polizisten überrollt und getötet haben. Der Prozess gegen den Jungen aus Monheim findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Er muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge und neun weiterer Delikte verantworten - darunter schwerer Diebstahl, Fahren ohne Führerschein, Bedrohung und Sachbeschädigung.
Für die Haupttat drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Jugendhaft, obwohl die Staatsanwaltschaft nicht von einer Tötungsabsicht ausgeht. 19 Zeugen und zwei Sachverständige sind geladen, neun Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird nicht vor Anfang März erwartet.