Prozess: Immendorff will Kokaindealer nicht verraten - DER SPIEGEL
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Prozess Immendorff will Kokaindealer nicht verraten

Im Prozess gegen den Düsseldorfer Künstler Jörg Immendorff, 59, hat ein Ermittler die Aussage des schwer kranken Angeklagten in Zweifel gezogen. Er schütze einen Dealer, vermutete der Polizist. Immendorff war in flagranti bei einer Drogenparty mit neun Prostituierten erwischt worden.
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Düsseldorf - Er glaube, der Kunstprofessor verschweige den Namen eines zweiten Kokainlieferanten, sagte der Polizist am heutigen Prozesstag vor dem Landgericht Düsseldorf. Auch die Aussage Immendorffs, wonach sich die Prostituierten ohne sein Wissen am Kokain bedient hätten, zog er in Zweifel. Laut Aussagen der Freudenmädchen hat der Künstler gesehen, dass sie Drogen nahmen, die in sauberen Linien auf einem Versace-Tablett auf dem Nachttisch des Hotelzimmers im Steigenberger Parkhotel in Düsseldorf angerichtet waren. Er habe das toleriert.

Der Maler, der an einer tödlichen Nervenkrankheit leidet, hat zu Prozessbeginn gestanden, seit etwa zehn Jahren Kokain zu nehmen.

Immendorff ist Träger des mexikanischen Marco-Preises, des weltweit höchstdotierten Kunstpreises, und gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Maler Deutschlands.