Prozess: Mutter steckte Kleinkind in Backofen - DER SPIEGEL
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Prozess Mutter steckte Kleinkind in Backofen

War es eine Verkettung unglücklicher Umstände oder war es versuchter Mord? Die Angeklagte behauptete, ihr Kind sei ihr aus dem Arm geglitten und in den offenen Ofen gerutscht, als sie gerade kochte. Der Richter glaubte der Frau kein Wort und verurteilte sie zu 25 Jahren Haft.
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Hamburg - Das Kind erlitt schwere Verbrennungen. 70 Prozent seines Körpers sind geschädigt. Nach Angaben von Staatsanwalt Randall Houston wird das 18 Monate alte Mädchen Jahre damit verbringen, die Verletzungen behandeln zu lassen.

Alles sei nur ein Unfall gewesen, beteuerte die Mutter vor einem Gericht im US-Staat Alabama. Gegenüber Ermittlern hatte sie ausgesagt, das Kind sei ihre aus dem Arm gerutscht, als sie kochte. Es sei auf die Ofentür gefallen in den heißen Backofen hineingerollt, und die Tür sei dann unglücklicherweise zugefallen.

Das Kind überlebte nur, weil der Vater seine Schreie hörte. Er rannte sofort in die Küche und befreite die schwer verletzte Tochter.

Nach Darstellung der Anklage hat Melissa Wright ihre Tochter absichtlich in den Ofen gesteckt, um sie zu töten. Die 27-jährige Mutter sei eifersüchtig gewesen, weil ihr Mann dem Kind viel Beachtung geschenkt habe. "Sie ist halt gemein", sagte Houston. Dem schloss sich der Richter an. Er verurteilte Wright zu 25 Jahren Haft. Das Kind bleibt in der Obhut von Verwandten.