Qaida-Botschaft: Bin Ladens Vize feindet Frankreich an - DER SPIEGEL
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Qaida-Botschaft Bin Ladens Vize feindet Frankreich an

Der arabische TV-Sender al-Arabija hat ein Tonband der Terrorgruppe al-Qaida ausgestrahlt. Auf dem Band wird das geplante Kopftuchverbot an französischen Schulen verdammt. Das sei ein Beweis für die Feindseligkeit des Westens gegenüber dem Islam. Die Botschaft soll von Bin Ladens Stellvertreter Aiman al-Sawahiri stammen.
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Dubai - Auch wenn die Menschen im Westen mit Freiheit, Demokratie und Menschenrechten prahlten, brenne in ihren Herzen ein Neid, den sie an die nächsten Generationen weitergäben, sagt die Stimme auf dem Tonband. Nach den Angaben von Terrorexperten handelt es sich bei dem Sprecher um Aiman al-Sawahiri, Operationschef von al-Qaida und Vize von Osama Bin Laden.

Das französische Parlament hatte Anfang Februar für ein Verbot von religiösen Symbolen wie christlichen Kreuzen, muslimischen Kopftüchern oder jüdischen Kippas in staatlichen Schulen gestimmt. Mit dieser Maßnahmen will die Regierung die Trennung von Staat und Religion bekräftigen und Spannungen zwischen Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften aus den Klassenzimmern fern halten.

"Frankreich ist das Land der Freiheit, das die Freiheit verteidigt, seinen Körper zu zeigen und unmoralisch und verkommen zu sein", erklärte Sawahiri. "In Frankreich hat man die Freiheit, sich selbst zu zeigen, aber nicht, sich bescheiden zu kleiden", fügte er hinzu. Das Kopftuch-Verbot sei eine Kampagne der zionistischen Kreuzfahrer und ihrer Agenten in Ägypten, der Türkei und Tunesien sowie weiteren islamischen Ländern, sagte Sawahiri, der sich vermutlich mit Osama Bin Laden in der Gebirgsregion zwischen Afghanistan und Pakistan versteckt hält.