Queen Mary II: Tragödie auf dem Traumschiff - DER SPIEGEL
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Queen Mary II Tragödie auf dem Traumschiff

Ein feierliches Ereignis wurde zur Katastrophe: Bei der ersten Besichtigung des brandneuen und weltgrößten Passagierschiffs "Queen Mary II" in Frankreich sind am Samstag 15 Menschen in den Tod gestürzt, darunter mehrere Kinder. Über 30 weitere Menschen wurden verletzt, zehn befinden sich in kritischem Zustand.
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Saint-Nazaire - Bei den Opfern soll es sich um Familienangehörige der Arbeiter handeln, die eine Erlaubnis zum Besuch des Schiffes erhalten hatten. Die Bergungsarbeiten an dem 23 Etagen hohen Schiff gestalteten sich schwierig, berichteten Helfer.

Das Unglück ereignete sich laut Feuerwehrangaben, als eine Landungsbrücke einstürzte, auf der sich mehrere Dutzend Menschen aufhielten. Zur Ursache des Einsturzes lagen zunächst keine Angaben vor. Das Schiff liegt derzeit in einem Trockendock in der westfranzösischen Hafenstadt St. Nazaire. Die 150.000 Tonnen große "Queen Mary II" hatte erst kürzlich ihre zweite Testfahrt erfolgreich absolviert. Die erste fand im September statt. An ihrem Bau waren mehr rund 800 Unternehmen beteiligt.

Das Luxusschiff hat ein Planetarium an Bord, verfügt über 22 Aufzüge und die größte schwimmende Bibliothek der Welt. Nach ihrer Fertigstellung wird die nach Angaben der Reederei Cunard knapp 680 Millionen Euro teure "Queen Mary II" das längste, höchste und teuerste Passagierschiff der Welt sein. Die Original-"Queen-Mary" hatte ihre Jungfernfahrt 1934 und steht inzwischen als Hotel in Long Beach im US-Staat Kalifornien.

Die "Queen Mary II" ist knapp 345 Meter lang. An Bord sind zehn Restaurants, fünf Schwimmbäder und auch eine Brauerei. Ein 620 Meter langes 360-Grad-Promenadendeck erlaubt Spaziergänge um das ganze Schiff herum. Auf dem Schiff werden 1.254 Besatzungsmitglieder beschäftigt sein.

Erst vor wenigen Tagen hatte die "Queen Mary II" ihre zweite Testserie im Hafen von Saint-Nazaire bestanden: Vor tausenden Schaulustigen absolvierte sie bei voller Fahrt einen Notstopp der 175.000 PS starken Motoren. Dabei gelang es, das auf volle Geschwindigkeit von 30 Knoten (54 Stundenkilometer) beschleunigte Riesenschiff innerhalb von Minuten zum Stillstand zu bringen.