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Ein schriller Auftritt ist beim Eurovision Song Contest schon lange oberstes Gebot, das Musikalische wird dabei bisweilen zur Nebensache. Nemo, 25, dagegen gewinnt den Wettbewerb im schwedischen Malmö mit einem hochpolitischen und zugleich persönlichen Lied. »Wer entscheidet, was falsch ist und was richtig«, fragt Nemo in »The Code« und besingt die eigene Identitätssuche als nicht-binäre Person, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlt und nicht zwischen 0 oder 1 entscheiden will.
36 Jahre nach dem siegreichen Beitrag Céline Dions gewinnt die Schweiz damit erneut den ESC. Im Jubel auf der Bühne zerstört Nemo versehentlich den gläsernen Pokal. »Ich hab nicht nur den Code gebrochen«, sagt Nemo, »ich hab auch die Trophäe zerbrochen.«