Rache in Rio: Badegäste lynchen Haifisch - DER SPIEGEL
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Rache in Rio Badegäste lynchen Haifisch

Hai-Alarm in Rio de Janeiro: Vor wenigen Tagen biss ein Raubfisch einen Surfer in die Hand - und löste eine Welle der Angst an der Grenze zum Verfolgungswahn aus. Die Badegäste schlugen jetzt zurück: Sie zerrten einen 300-Kilo-Hai aus dem Wasser und erschlugen ihn mit Sonnenschirmen.
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Rio de Janeiro - Der erste Hai-Alarm an den Stränden von Copacabana in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro hat ein Chaos unter den Badegästen ausgelöst. Selbst Holzlatten wurden mit den Raubtieren verwechselt, berichteten Medien am Sonntag. Ein 2,40 Meter langer und etwa 300 Kilogramm schwerer Haifisch am Strand von Joatinga, im Westen von Rio, sei "regelrecht gelyncht" worden. Rund 70 Menschen, darunter Surfer und Getränke-Verkäufer, hatten das Tier aus dem Wasser gezerrt und mit Stöcken und Sonnenschirmen getötet.

Es war bereits der dritte Zwischenfall mit Haien in Rio seit Donnerstag, als ein junger Surfer am Copacabana-Strand von einem Raubfisch in die Hand gebissen und in ganz Rio Hai-Alarm ausgelöst worden war. Seitdem sollen in unmittelbarer Nähe der Strände der Fünf-Millionen-Metropole mehrfach Haie gesichtet worden sein.

Für den Hai-Experten Otto Bismarck ist die Präsenz von Haifischen vor den Küsten von Rio nichts Ungewöhnliches. "Es gibt keinen Grund zur Panik", versicherte der Experte. Medien wiesen aber darauf hin, dass am Zuckerhut noch nie so viele Haie in unmittelbarer Strandnähe gesichtet worden seien. Einige Fachleute meinten, die Raubfische könnten von den ungewöhnlich hohen Wassertemperaturen oder von einem Fischschwarm angezogen worden sein.