Racheakt: Pudelwerfer schuldig gesprochen - DER SPIEGEL
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Racheakt Pudelwerfer schuldig gesprochen

Die Besitzerin des Pudels Leo meint, der Mann gehöre zehn Jahre hinter Gitter. Er hatte nach einem Auffahrunfall ihren Pudel aus ihrem Wagen genommen und in den Verkehr geworfen, was der Hund nicht überlebte. Das Gesetz ist nicht gar so hart wie die Dame, doch hart genug.
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San Jose - In Kalifornien ist ein Autofahrer, der einen Pudel auf eine viel befahrene Autobahn geworfen hatte, wegen Tierquälerei schuldig gesprochen worden. Dem 27-jährigen Andrew Burnett drohen jetzt bis zu drei Jahre Haft. Die Höhe des Strafmaßes soll am 13. Juli bekannt gegeben werden. "Das war eine grausame Tat", sagte Sara McBurnett, Besitzerin des Pudels Leo nach Bekanntgabe des Juryurteils vom Dienstag. Der Mann gehöre für zehn Jahre hinter Gitter.

Das Schicksal des Schoßhündchens hatte im Februar vergangenen Jahres für Schlagzeilen gesorgt. Leos Frauchen war mit dem Pudel auf der Autobahn in dichtem Verkehr unterwegs. Bei einem Spurwechsel fuhr sie leicht auf den vor ihr stehenden Wagen auf. Der Fahrer sei ausgestiegen und habe sie angeschrien, sagte Sara McBurnett vor Gericht aus. Als sie das Fenster herunterkurbelte, habe er nach Leo gegriffen und ihn auf die Straße geworfen. Der Hund wurde überfahren und getötet.

Der 27-Jährige verteidigte sich, der Hund habe ihn in die Hand gebissen. Daraufhin habe er ihn "zum Selbstschutz" instinktiv auf den Boden geworfen. Die Anklage stellte den Täter dagegen als aggressiven Autofahrer dar, der seine Wut nach dem leichten Zusammenstoß an dem Tier ausließ. Burnett hatte den Tatort fluchtartig verlassen.

Tierliebhaber spendeten 120.000 Dollar, die als Belohnung zum Auffinden des Täters ausgesetzt wurden. Erst Monate später konnte Burnett nach anonymen Tipps festgenommen und wegen Tierquälerei angeklagt werden.