INTERNET Radio aus
Radio KPIG, das erste kommerziell betriebene Internet-Radio, hat jetzt nach sieben Jahren Betrieb dichtgemacht. KPIG konnte die monatlich rund 3000 US-Dollar für die Musikübertragungsrechte nicht mehr aufbringen. Ursprünglich galten Internet-Radios als Erlösung für alle, die auf herkömmliche Weise nur wenige oder besonders schlechte Stationen empfangen konnten. KPIG beispielsweise war stolz darauf, dass dort noch richtige DJs die Musik aussuchen und nicht ein Computerprogramm. Da Internet-Radios ihr Publikum in der ganzen Welt finden, sah es anfangs so aus, als könnten sich sogar Nischenprogramme lohnen, solche zum Beispiel, die rund um die Uhr Pink Floyd spielen und sonst nichts. Mittlerweile aber gilt Radio übers Internet nicht mehr als besonders geschäftsträchtige Idee: Um diese Radiostationen in hinreichender Qualität empfangen zu können, braucht der Nutzer eine schnelle Anbindung ans Internet. Wer aber einen schnellen Zugang hat, der sucht sich seine Lieblingsmusik lieber selbst und speichert sie auf die Festplatte, statt sie per Internet-Radio an sich vorbeirieseln zu lassen. KPIG will ab und zu noch mal auf Sendung gehen - mit Copyright-freier Musik.