Gestorben Rainer Erler, 90
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»Es gibt keinen Film von mir, wo sich nicht ganz bestimmte Interessengruppen ganz vehement vorher dagegengestellt oder protestiert hätten«, hat Rainer Erler über sein Werk gesagt. Als Regisseur von über 40 TV- und Kinofilmen sorgte er besonders in den Sechziger- und Siebzigerjahren für viel Gesprächsstoff.
In Filmen wie »Fleisch« oder »Die Halde« griff Erler, 1933 in München geboren, brisante Themen wie Organhandel oder illegale Müllentsorgung auf und verarbeitete sie in rasanten Thrillern. Diese erreichten ein Millionenpublikum und machten Erler zu einem gefragten Regisseur. Mit seinem Interesse für Science-Fiction, etwa in seiner Filmreihe »Das blaue Palais«, öffnete er zudem das deutsche Nachkriegskino für das Genre.
Die Dreharbeiten für »Das schöne Ende dieser Welt« von 1984 über einen korrupten Pharmakonzern führten ihn nach Australien, das ihm zur Wahlheimat wurde. Rainer Erler starb am 8. November in Perth.