Ratten an Bord Schrecken mit rosa Schwänzchen
Problem-Airline Qantas: Jetzt wurden auch noch Ratten an Bord gefunden
Foto:Ronald Wittek/ picture-alliance/ dpa
Sydney - Fünf Babyratten haben in Australien für Verzögerungen im Flugverkehr gesorgt: Kurz vor dem Einsteigen der Passagiere wurden die Nagetiere in einem Flugzeug der australischen Airline Qantas entdeckt. Die Besatzung habe die Ratten am Dienstag an Bord der Boeing 767 gefunden, teilte eine Qantas-Sprecherin am Donnerstag mit. Sie hätten sich in einem Schrank befunden, in dem Medikamente aufbewahrt werden. "Wir wissen nicht, wie sie dort hingekommen sind", sagte die Sprecherin. "So weit wir wissen, ist uns so etwas noch nie passiert."
Das Flugzeug, das von Sydney nach Brisbane fliegen sollte, wurde daraufhin am Boden gelassen. Die Passagiere wurden auf andere Flüge nach Brisbane gebucht, und die Ratten wurden getötet. Da die Kabel an Bord alle intakt gewesen seien, sei die Maschine nach eingehenden Untersuchungen wieder in Dienst gestellt worden, teilte die Fluggesellschaft mit.
Qantas geriet zuletzt mit einer Serie von Pannen in die Schlagzeilen. Im November hatte das Unternehmen vorübergehend seine gesamte Airbus-A380-Flotte stillgelegt, nachdem während des Flugs bei einer der Großraummaschinen eines der Triebwerke explodiert war. Im Januar gab es Panik an Bord einer Boeing 737, als der Pilot wegen eines Druckverlusts plötzlich aus 11.000 auf 3000 Meter Höhe sinken musste. Ursache war offenbar eine defekte Klimaanlage. Im März war eine Passagiermaschine der Qantas wegen eines Feuers im Cockpit zur außerplanmäßigen Landung gezwungen.