Razzia in Bayern: Kinderschänderring ausgehoben - DER SPIEGEL
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Razzia in Bayern Kinderschänderring ausgehoben

Der bayerischen Polizei ist ein Schlag gegen Kinderschänder gelungen. Bei einer Großrazzia in München wurden zwölf Verdächtige festgenommen, die Minderjährige missbraucht und pornografische Bilder verkauft haben sollen.
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München - Die überwiegend aus der bayerischen Landeshauptstadt stammenden Männer sollen tausende kinderpornografische Bilder und Videos über das Internet verbreitet haben. Seit Jahren sollen sich die Verdächtigen, die zum Teil einschlägig vorbestraft sind, auch selbst an Minderjährigen vergangen haben, teilte eine Sprecherin der Polizei am Freitag mit.

Mehr als 200 Polizisten und Staatsanwälte hatten in der Nacht 18 Wohnungen durchsucht. Außer in München wurden auch Wohnungen in Memmingen und in Oberbayern durchsucht. Insgesamt wurden 36 Computer, 41 Festplatten und über 8000 CD-ROMs mit unzähligen Pornobildern und Videos beschlagnahmt.

Der Bayerische Rundfunk berichtet, dass Recherchen eines Reporters den Schlag ermöglichten. Der Journalist, der sich für den "Stern" und das ZDF über ein Jahr lang inkognito in einen deutschlandweit agierenden Kinderschänderring einschleusen konnte, sammelte so viel Belastungsmaterial, dass zumindest die Münchner Gruppe enttarnt werden konnte.

Ende September hatte die Polizei im Kampf gegen Kinderpornografie mit der bislang größten weltweiten Operation unter dem Namen "Marcy" 38 kinderpornografische Zirkel im Internet gesprengt. Allein in Deutschland wurden dabei 530 mutmaßliche Täter ermittelt. Damals wurden 745 Computer, mindestens 35.500 CDs, 8300 Disketten sowie 5800 Videos beschlagnahmt.