Reaktionen "Eine entsetzliche Katastrophe"
Bundeskanzler Gerhard Schröder zeigte sich bestürzt über das schwere Zugunglück von Brühl. "Was soll man dazu sagen. Man steht ratlos vor solchen Unfällen", sagte Schröder. Wer Eschede gesehen habe wie er, der könne sich vorstellen, welch unermessliches Leid als Folge dieses schrecklichen Unfalls erlebt werde, sagte der Kanzler am Sonntag vor einer Klausurtagung des SPD- Präsidiums im schleswig-holsteinischen Norderstedt.
Der Chef der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, hat den Opfern sein Bedauern ausgesprochen. Sein Mitgefühl gelte auch den Angehörigen, sagte Mehdorn in der Frankfurter Bahnzentrale. Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn seien sehr betroffen über diesen "entsetzlichen Schlag".
NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement sagte am Unglücksort: "Das ist eine entsetzliche Katastrophe". Was er gesehen habe, sei ein Bild des Grauens.
Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt ist über das schwere Zugunglück in Brühl nahe Köln "zutiefst erschüttert". "Meine Gedanken gelten jetzt den Opfern und ihren Angehörigen", teilte Klimmt am Sonntagmittag mit. Er habe mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (SPD) und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, besprochen, "dass jetzt die gründliche und umfassende Untersuchung der Ursachen dieses tragischen Unglücks umgehend durchgeführt wird."
Das Zugunglück von Brühl hätte nach Ansicht von NRW- Verkehrsminister Peer Steinbrück noch viel größere Ausmaße annehmen können. "Es hätte noch viel schlimmer kommen können", erklärte Steinbrück am Sonntagabend nach einem Besuch des Unglücksortes. Zusammen mit der niederländischen Verkehrsministerin Tineke Netelenbos sprach er den Verletzten und den Angehörigen der Toten sein Mitgefühl aus. Die Menschen, die zumeist auf der Fahrt in den Ski-Urlaub waren, seien "buchstäblich aus allen Träumen" gerissen worden. Steinbrück lobte bei dieser Gelegenheit die Zusammenarbeit der Retter, die glänzend geklappt habe.