Reaktionen "Eine großartige und couragierte Frau"
Berlin - Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat Altkanzler Helmut Kohl sein "tief empfundenes Mitgefühl" zum Tod seiner Ehefrau ausgesprochen. In einem Kondolenzschreiben würdig der CSU-Vorsitzende Hannelore Kohl als starke Persönlichkeit und couragierte Frau. Die 68-Jährige habe eine kluge und sympathische Art gehabt. "Mit ihrer Natürlichkeit und Herzlichkeit gewann sie in Deutschland wie im Ausland die Herzen der Menschen", schrieb Stoiber.
Hannelore Kohl habe sich neben ihren Pflichten als Gattin des Bundeskanzlers mit hohem persönlichen Einsatz für zahlreiche soziale Belange engagiert. Stoiber äußerte die Hoffnung, dass der Altkanzler in dieser schweren Zeit die Verbundenheit von Menschen erfährt, die ihm nahe stehen. "Die Deutschen haben nicht vergessen, was Sie für unser Land getan haben - Sie und die Frau an ihrer Seite."
Bundespräsident Johannes Rau hat Helmut Kohl seine Anteilnahme am Tod von Kohls Ehefrau Hannelore ausgesprochen. Für ihn sei "Hannelore Kohl immer eine beeindruckende Persönlichkeit" gewesen, erklärte Rau. "Ihr scharfer, klarer Verstand, ihr Engagement und ihre Klugheit haben ihr hohe Achtung eingetragen."
Viele Menschen hätten ihrem Einsatz viel zu verdanken. Vielen Kranken sei durch die Arbeit ihrer Stiftung geholfen worden. Gewiss habe es "sie geschmerzt, dass sie sich wegen ihrer schweren Krankheit nicht mehr so einsetzen konnte, wie sie wollte", meinte Rau. Hannelore Kohl habe von all dem wenig Aufhebens gemacht. "Sie war, wenn ich das so ausdrücken kann, auf eine souveräne Weise bescheiden", fügte der Bundespräsident hinzu.
"Mein Mitgefühl gilt Helmut Kohl und seinen Söhnen", sagte der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog, dessen Frau im vergangenen Jahr gestorben war. Hannelore Kohl habe große menschliche Wärme mit Entschlossenheit, natürliche Würde mit herzlicher Direktheit, Bescheidenheit mit großem Pflichtbewusstsein verbunden. "Ich verabschiede mich von einer guten Freundin", sagte Herzog. "Sie wird uns, die ihr nahe sein durften, fehlen."
Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat mit tiefer Erschütterung auf die Nachricht vom Tod Hannelore Kohls reagiert. Das teilte sein Sprecher am Donnerstag in Berlin mit. Fassungslosigkeit herrschte auch in der Pressestelle der Parteizentrale.
Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister und CDU-Landeschef Eberhard Diepgen hat Hannelore Kohl als "große Freundin der Stadt" gewürdigt. Die Berliner CDU habe "mit Betroffenheit und großer Bestürzung" vom Tod der 68-jährigen gebürtigen Berlinerin erfahren, teilte die Landespartei mit. In vielen sozialen Veranstaltungen habe sich Hannelore Kohl "über die Maßen für Berlin" engagiert. "Wir werden die Frau unseres Ehrenbürgers Helmut Kohl nicht vergessen."
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat das herausragende soziale Engagement von Hannelore Kohl gewürdigt. Deswegen sei sie von vielen Menschen "hoch geschätzt und verehrt" worden, schrieb Wowereit in einem Kondolenzschrieben an Altkanzler Helmut Kohl. Als "gute Freundin unserer Stadt" habe Hannelore Kohl in der schwierigen Zeit nach der deutschen Einheit vielen Menschen in Berlin Mut gemacht, den Wiedervereinigungsprozess beherzt zu unterstützen.
Die Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth und Fritz Kuhn haben Helmut Kohl (CDU) Anteilnahme und Mitgefühl ausgesprochen. Hannelore Kohl habe als politisch und sozial engagierte Persönlichkeit auf ihre ganz spezifische Art und Weise das Bild der Bundesrepublik mitgeprägt, schrieben die beiden Politiker. "Mit ihrem unermüdlichen Engagement für kranke und sozial benachteiligte Menschen hat sie echte Solidarität gelebt und sich die Achtung vieler Bürgerinnen und Bürger unseres Landes erworben."
Der CDU-Landesvorsitzende Christian Wulff würdigte vor allem die Arbeit der 68-Jährigen in der von ihr ins Leben gerufenen ZNS-Stiftung für Unfallopfer. "Hannelore Kohl hat sich jahrzehntelang intensiv ehrenamtlich und an der Seite ihres Gatten in dessen verschiedenen Funktionen um unser Land und die Menschen verdient gemacht."
Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat Hannelore Kohl als "großartige und couragierte Frau" gewürdigt. Die Frau des Altkanzlers Helmut Kohl habe als Präsidentin des Kuratoriums ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems vielen Menschen Hoffnung und Hilfe gegeben. "Ihr Leben war geprägt von beherztem Engagement für die Kranken. Sie war ein Vorbild an Einsatzbereitschaft und Mitempfinden für andere", teilte Koch mit. Er empfinde "tiefe Trauer, und mein Mitgefühl gilt Helmut Kohl und seiner Familie".
CSU-Generalsekretär Thomas Goppel hat den Tod von Hannelore Kohl als großen Verlust bezeichnet. Goppel sagte in München, für große Figuren der Zeitgeschichte wie Kohl sei es wichtig, dass sie auch einen stillen Teil haben. Wie groß dieser Anteil Hannelore Kohls war, merke man erst bei dessen Verlust.
Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hat den Tod von Hannelore Kohl mit Bestürzung aufgenommen. Noch am Wochenende sei er mit ihr zusammengetroffen, sagte Vogel in Krakau (Polen). Er habe gewusst, dass sie sehr schwer krank gewesen sei. Dass sie aber so schnell gestorben sei, könne niemand fassen.
Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Glos, hat Helmut Kohl sein tief empfundenes Mitgefühl zum Tod seiner Ehefrau übermittelt. "Ihre Frau Hannelore wird mir wie vielen anderen Menschen unvergesslich sein. Sie hat mit ihrer Bescheidenheit und Zurückhaltung die Herzen der Menschen gewonnen. Sie hat mit Ihnen unser Land würdig vertreten. Die große Leistung, mit Geradlinigkeit und Mut Ihrer Familie den Ansprüchen der Öffentlichkeit zum Trotz ein Zuhause zu schaffen, hat mich tief Beeindruckt", schrieb Glos an Kohl.
Der baden-württembergische Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Erwin Teufel hat sich tief betroffen über den Tod von Hannelore Kohl gezeigt. Er habe sie als "außerordentlich sympathische und sozial engagierte Frau geschätzt und bewundert".
Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU, Jürgen Rüttgers, zeigte sich tief betroffen."Ich bin sehr traurig über den Tod von Hannelore Kohl. Sie war eine fantastische Frau." Mit ihrem unermüdlichen Einsatz für arme und kranke Menschen habe sie tiefe Spuren hinterlassen.
"Mit großer
Trauer und mit tiefer Betroffenheit haben wir die unfassbare
Nachricht vom Tode Ihrer Frau erhalten", schrieben der FDP-
Bundesvorsitzende Guido Westerwelle und Generalsekretärin Cornelia
Pieper in Berlin. Das "großartige soziale Engagement"
von Hannelore Kohl habe unzähligen Menschen Hilfe bedeutet. "Die Lebensleistung und die beeindruckende Persönlichkeit Ihrer Frau behalten für uns einen bleibenden Wert."