Reemtsma-Lösegeld Millionen bleiben verschwunden
Eupen - Seit Montag hatten Arbeiter und Ermittler in und an einem Wohnhaus in der im belgisch-deutschen Grenzgebiet gelegenen Stadt nach dem Lösegeld gesucht. Die Bewohner des Hauses waren vor zwei Jahren wegen mutmaßlicher Geldwäsche vorübergehend verhaftet worden. Einer von ihnen soll mit dem angeblichen Drahtzieher der Entführung, Thomas Drach, in Verbindung gestanden haben.
Der Multimillionär Jan Philipp Reemtsma war 1996 in Hamburg entführt und erst gegen ein Lösegeld von 30 Millionen Mark wieder freigelassen worden. Nur wenig davon ist bislang aufgetaucht, von einem Großteil des Geldes fehlt noch jede Spur. Die drei Bewohner des belgischen Hauses waren aus der Untersuchungshaft freigelassen worden, weil keine Verdunkelungsgefahr mehr bestand. Die Ermittlungen liefen jedoch weiter. Drach, der mutmaßliche Drahtzieher der Entführung, war im März 1998 in Argentinien verhaftet worden und sitzt dort in Haft.