Reich-Ranicki: Schmidts Äußerung war "geschmacklos" - DER SPIEGEL
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Reich-Ranicki Schmidts Äußerung war "geschmacklos"

Eine Bemerkung von Harald Schmidt über das Ende des "Literarischen Quartetts" findet Marcel Reich-Ranicki gar nicht lustig. Der Entertainer hatte über den Tod des Kritikers spekuliert.
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München - Reich-Ranicki findet eine Aussage Schmidts "zumindest geschmacklos". In einem Interview hatte Schmidt das Ende der TV-Sendung bedauert - allerdings mit den Worten: "Ich hätte es gut gefunden, wenn das 'Literarische Quartett' erst mit dem unerwarteten Ableben eines Mitglieds während der Sendung beendet worden wäre. Das wäre auch sehr literarisch gewesen: Deckel zu und alle Fragen offen."

"Schmidt meint ja meinen Tod. Klar, ich bin ja der weitaus Älteste", äußert sich Reich-Ranicki über Schmidts Aussage in der Zeitschrift "Bunte". Der Literaturkritiker erinnerte daran, dass der Schriftsteller Peter Handke sich auch schon in einem Interview seinen Tod gewünscht habe und Martin Walser vor Jahren im Fernsehen geschildert habe, wie er sich seinen, Reich-Ranickis, Tod vorstelle.

Der Vorschlag, Schmidt könne sein Nachfolger im "Quartett" werden, könne nur als Scherz verstanden werden: "Ich war oft bei ihm zu Gast. Er hat mich trefflich parodiert. Doch den Vorschlag, dass er mich beerben soll, haben zwei Leute überhaupt nicht ernst genommen: er und ich."