Reiseverkehr: Ferienstart bei Gluthitze - DER SPIEGEL
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Reiseverkehr Ferienstart bei Gluthitze

Viele Urlauber müssen heute mit einer unangenehmen Kombination kämpfen: Staus und sehr hohe Temperaturen. In gleich vier Bundesländern begannen die Schulferien, entsprechend überfüllt sind die Straßen in die Feriengebiete. Ein Wetterumschwung ist nicht in Sicht.
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Der Hochsommer hat Deutschland in den nächsten Tagen weiterhin fest im Griff. Bis zu 37 Grad heiß kann es nach Angaben der Meteorologen am Sonntag werden. "Die subtropische Hochdruckzone hat sich in diesem Sommer weit nach Norden ausgedehnt und beschert Deutschland auch in den kommenden Tagen mediterrane Verhältnisse", meint Michael Beisenherz vom Wetterdienst Meteomedia.

Gleichzeitig hat der Ferienbeginn in vier Bundesländern auf mehreren Straßen und Autobahnen dichten Verkehr ausgelöst. Staus gab es auf den Autobahnen um Hamburg. Vor allem auch im Süden Deutschlands mussten sich Urlauber auf den Autobahnen in Geduld üben. Auch in den Tourismusregionen Mecklenburg- Vorpommerns hat die An- und Abreise von Urlaubern zu zahlreichen Staus geführt, beispielsweise auf Rügen und Usedom.

Während es von Ostbayern und Sachsen bis nach Vorpommern überwiegend sonnig und brütend heiß bleibt, ist es am Sonntag in den westlichen und mittleren Regionen bis nach Oberbayern und Mecklenburg schwülwarm und gewittrig. Nachmittags klingen die Gewitterschauer vom Rheinland bis zur Nordsee allmählich ab. Die Temperaturen erreichen 27 bis 32 Grad, im Osten kann es sogar bis zu 37 Grad heiß werden.

Ein Ende der Hitzeperiode ist noch nicht in Sicht: Sonnig geht es am Dienstag weiter, die Gewitterneigung ist nur gering. Mit 29 bis 33 Grad bleibt es heiß.

Im Rhein-Main-Gebiet und in Südhessen wurden bereits am Samstagmittag Temperaturen von mehr als 30 Grad erreicht. Spitzenreiter war um 12.00 Uhr Darmstadt: Hier wurden 32,4 Grad gemessen. In Offenbach zeigte das Thermometer am Mittag 31,9 Grad. Auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland wurden bereits am Mittag Temperaturen von über 30 Grad erreicht.

Auch im Rest Europas leiden die Menschen unter der Hitzewelle. Die Gewitter in vielen Teilen Frankreichs brachten kaum Abkühlung. Am Freitag stiegen die Temperaturen vor allem im Osten und Südosten wieder auf bis zu 38 Grad. Besserung ist laut Météo France frühestens Mitte der nächsten Woche zu erwarten. Bislang sind nach offiziellen Angaben bereits 21 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. In den Niederlanden fielen der Hitzewelle nach Angaben des niederländischen Statistikbüros fast 170 Menschen zum Opfer. Mehr als 80 Prozent der Toten waren über 65 Jahre alt.

jaf/dpa/AFP