Rekord: 100 Stunden in der Achterbahn - DER SPIEGEL
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Rekord 100 Stunden in der Achterbahn

Den Weltrekord im Dauer-Achterbahnfahren hat Richard Rodriguez längst gebrochen. Der lag bei 35,5 Stunden. Jetzt fährt er schon seit über 100 Stunden rauf und runter, will aber noch lange nicht aufhören.
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Haßloch - Bereits in der Nacht zum Samstag überbot der Amerikaner den alten Weltrekord von 35,5 Stunden, am Montagabend um 17.30 Uhr fiel auf der 62 Meter hohen Achterbahn im Holiday Park Haßloch/Pfalz die 100-Stunden-Marke. Jetzt will der 43-Jährige noch mehrere Wochen lang weiterfahren, um einen Weltrekord aufzustellen, der auf Jahre Bestand haben soll.

"Offenbar haben wir ihn unterschätzt", sagt Parksprecher Rudi Mallasch. "Wir hatten geglaubt, dass er am Wochenende aussteigen würde." Nach fünf Tagen und vier Nächten auf der 120 Stundenkilometer schnellen Bahn wirkte der Marathonfahrer müde, ist aber durchaus noch ansprechbar, wie der begleitende Arzt, der Kardiologe Holger Killat sagte. "Aus rein ärztlicher Sicht gibt es bislang keinen Grund, dem Mann die Weiterfahrt zu untersagen." 15 Minuten Pause pro Tag sind erlaubt.

Aufmunterung kam vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, der am Montagnachmittag den Holiday Park besuchte. Beck drückte dem Amerikaner die Hand, wünschte ihm viel Glück. Mitfahren wollte der SPD-Politiker allerdings nicht eine einzige Runde. Dafür sei ihm die Bahn zu hoch, zu steil und zu schnell.

Für den Amerikaner ist es nicht der erste Achterbahnmarathon: Bereits im letzten Jahr schaffte er auf der gleichen Achterbahn im Holiday Park Haßloch 104 Tage. Damals fuhr er allerdings nur tagsüber, machte fünf Minuten Pause pro Stunde. Nach den neuen, verschärften Regeln des "Guinness Buch der Rekorde" ist das nun nicht mehr erlaubt. Rodriguez hat deshalb sogar eine Toilette mit in der Bahn.