Rekord-Temperaturen: Abkühlung in Sicht - DER SPIEGEL
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Rekord-Temperaturen Abkühlung in Sicht

40,8 Grad Celsius registrierte der Wetterdienst Meteomedia am Freitag im saarländischen Perl-Nennig - neuer deutscher Hitzerekord. Doch das Ende der Gluthitze naht. Für Mitte kommender Woche werden für Norddeutschland Temperaturen unter der 30-Grad-Marke vorhergesagt, ab Donnerstag soll es auch im Süden des Landes kühler werden.
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Die perfekte Sommerfrisur

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mit der passenden Schuhmode

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und dem besten Sommergetränk

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Fensterputzer bei der Arbeit in Frankfurt am Main

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Brunnenidyll in Würzburg

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Hamburger Alsterschwalben

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Freiburger Bächle: Am Samstag wird der Mini-Kanal versiegen

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Abkühlung mit Düsentrieb in München

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In Frankfurt an der Oder stehen Brummifahrer derzeit etwa zehn Stunden an der Grenze nach Polen

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Hamburg - Doch vorher dürfen die Deutschen noch einmal ordentlich schwitzen. Am Wochenende bleiben die Temperaturen den Vorhersage zufolge weiter schweißtreibend: Besonders heiß soll es in Ostwestfalen, dem Rhein-Main-Gebiet und dem Saarland werden. Dort hatte der private Wetterdienst Meteomedia am Freitag eine neue Rekordtemperatur für Deutschland gemessen. 40,8 Grad zeigte das Thermometer im saarländischen Perl-Nenning. Nun werde die Station abgebaut und der Wert in einer aufwändigen Untersuchung überprüft, sagte der Meteorologe Jörg Kachelmann. Die bisherige Spitzentemperatur war mit 40,2 Grad am 27. Juli 1983 im bayerischen Gärmersdorf gemessen worden.

Die Nacht zum Freitag war die heißeste Nacht in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. An mehreren Stationen seien die Tiefst-Temperaturen so hoch gewesen wie nie zuvor, berichtete Meteorologe Norbert Bonanati vom Deutschen Wetterdienst. Tagsüber wurden nach Meteomedia-Angaben in vier Orten über 40 Grad gemessen.

In der Hansestadt Hamburg wurde das Betreten von Wäldern außerhalb befestigter Wege wegen der hohen Waldbrandgefahr bis auf weiteres verboten. Wie die Behörde für Wirtschaft und Arbeit am Freitag mitteilte, ist die Waldbrandgefahr wegen der langen Trockenheit der letzten Wochen weiter gestiegen. Deshalb solle auf keinen Fall im Wald oder am Waldrand geraucht, ein Feuer gemacht oder gegrillt werden, da bereits leichter Funkenflug ein Feuer auslösen könne. Auch heiße Katalysatoren von geparkten Autos könnten ausgetrocknetes Gras unter dem Autos entzünden, warnte die Behörde. Werde ein Waldbrand entdeckt, solle sofort die Feuerwehr benachrichtigt werden.

Im Nordosten Deutschlands sind die Nationalparks Müritz, Vorpommersche Boddenlandschaft und Jasmund für Besucher gesperrt. Nachdem bereits am Donnerstag landesweit für Mecklenburg-Vorpommerns Forst die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen wurde, ist ab sofort das Betreten und Befahren der Großschutzgebiete untersagt, teilte Schwerins Agrarminister Till Backhaus mit.

Ausgenommen seien lediglich öffentliche Straßen, offiziell ausgewiesene Wander-, Rad-, Reit- und Kutschwege sowie Zufahrten zu Campingplätzen. Diese Strecken würden von Streifendiensten der Forstbehörden besonders gesichert.

Die Rekordhitze stört weiterhin die Stromerzeugung bei den deutschen Atomkraftwerken. Verantwortlich dafür sind insbesondere Probleme mit dem Kühlwasser durch die hohen Temperaturen der Flüsse. Mit reduzierter Leistung arbeiten derzeit die Atomkraftwerke Stade, Brunsbüttel, Unterweser, Isar I, Neckarwestheim und Philippsburg.

Durch die hohen Temperaturen sind nach den Aalen im Bodensee und im Rhein auch die Forellen und Lachse in Flüssen und Seen gefährdet. Naturschützer befürchten sogar, dass es im Südwesten Deutschlands künftig so warm werden wird wie am Mittelmeer. "Die Natur ist aus dem Lot", sagt Siegfried Schuster vom Naturschutzbund (Nabu) in Stuttgart.

Auch in Freiburg im Breisgau fordert die Hitze Tribut: Die kleinen Bäche, die die gesamte Innenstadt durchziehen, werden wegen Wassermangels abgestellt. Die Mini-Kanäle werden aus der Dreisam gespeist, die fast kein Wasser mehr führt.